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jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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(154) 9.9.1999 (die letzte Dekade)

wieder gieren
nadelstreifenstiefel
nach den füßen
des sohnes
balkan wird überall
zuhause eigenen geldes
fußlappen
flüstert ruth

treuhändisch empfangener anteil
für einst entschädigte
fremde heimat
abzüglich
schoko- und ramagaben

gleich null

neun
die glückszahl
doch
das jahrhundert hat

der dekaden
zehn


die letzte ruth
legt weiße nelken
auf die erde
über der vorletzten
bald
bin ich
bei dir 

(Slov ant Gali)
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G
Danke, Moshe, komme direkt per Mail darauf zurück.<br /> Gruß<br /> gunda
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M
Hallo von Moshe!<br /> Slov lud ich ein, daß Projekt '10 x 10 = 100: Zehn Autoren schreiben über jede Dekade des vorherigen Jahrhunderts einen Text' zu vervollständigen, da mir da noch jemend fehlte. Mit der Teilnahme von Slov wird das Projekt beendet werden und ich mach mich auf die Suche nach einem Verlag.<br /> Dieses Projekt ist als der Anfang einer Serie gedacht, also es wird weitere Projekte geben, zu denen ich dann Titel vorschlagen werde.<br /> Zu finden ist das in folgendem Forum:<br /> <br /> http://17600.rapidforum.com/<br /> <br /> Das Projekt ist nicht öffentlich einsehbar.<br /> Wer sich dafür und Weiteres interessiert muß sich in dem Forum anmelden. Um dort schnell 'grünes Licht' zu bekommen, ist es sinnvoll mir an meine E-mail-Adresse: hm6@bezeqint.net eine Nachricht mit dem gewünschten Nick zu senden.<br /> <br /> Um es einfach zu sagen: Die Kommentatoren/innen hier, sind natürlich sehr herzlich eingeladen an der Sache dort teilzunehmen.<br /> <br /> Andersrum werde ich hier immer wieder mit Texten präsent werden und andere aninmieren hierher zu schauen.<br /> <br /> Soweit mit bestem Gruß<br /> <br /> Moshe
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S
grins und danke Gunda. Da steckt was drin, was ich machen werde... (s.o.)
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G
zu 1 - okay, ich warte mal ab<br /> <br /> zu 2 - was meinst du, Norbert, geben wir beide Slov unser Ja-Wort?<br /> Meinst hast du, Slov. Sagte ich ja, dass mir der Bruch gefällt.<br /> <br /> zu 3 - man könnte das "aber" durch ein "doch" ersetzen.<br /> Also in etwa:<br /> <br /> neun<br /> die glückszahl<br /> doch<br /> das jahrhundert<br /> hat der dekaden <br /> zehn<br /> <br /> Du bist ja kein Freund von Wortumstellungen im Satz, sonst wäre auch "doch der dekaden zehn hat das jahrhundert" möglich<br /> <br /> oder so.<br /> <br /> zu 4 - lass Ruth ruhig weiter flüstern.Auch ein Flüstern kann ein Aufschrei sein. Wer sagt denn, dass nach einem vermeintlichen Schlusspunkt nicht noch eine Zugabe kommen kann? Auch und gerade in der Lyrik, denn letztendlich geht es hier ja nicht nur um die geschichtliche Sache als solche sondern auch um ein Gedicht.
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S
Fangen wir hinten an:<br /> 1. Ich hoffe mal, Moshe meldet sich selbst, wenn er das liest (?) Ich werde ihn vorsichtig anschubsen... Ich wurde gefragt, ob ich da mitmachen will, und verstand es so, dass die Gruppe in sich geschlossen arbeitet, aber reinschauen ist ja nicht nur für Schäuble nicht verboten... (Es gibt ja dann oben eine angezeigte Ady. Geschlossene Räume gibt es auch.)<br /> 2. Noch oder wieder verunsichert: Lese ich das richtig, dass ihr beide im Prinzip ja gesagt habt?<br /> 3. Mit dem "aber" bin ich noch nicht überzeugt, weil das, was die Ruths so erlebt haben, nicht unbedingt das Glück war, auch wenn sie sich jeweils in ihren erzwungen neuen Situationen einzurichten vermochten. Inhaltlich am genauesten wäre das aber auf eine eigene Zeile, die nach oben wie unten weist, aber das gefällt mir nicht, weil es keine Poesie spuckt wie bald / bin ich / bei dir. Die bs klingen, das ab.. nicht. Warum soll man nicht stolpern?<br /> 4. Bei meinem verunglückten Versuch, im Rahmen eines Autorenkreises über die letzte Dekade das Projekt zu präsentieren, wurde vom Zirkelleiter gerade die letzte Strophe als zu streichen markiert, weil es sei ja (auch wenn ihm auch das nicht gefiel) mit der Neun schon der Schlusspunkt gesetzt. Ich seh den Bruch ja ein, aber es soll doch auch ein (Aus-)Bruch sein: Nach so vielem, was die Ruths hingenommen haben, nun der Aufschrei Ich will nur noch weg / Es reicht. Der vorsichtige Weg im Zweifeln zu sozialistischen Heimatsidealen wurde im Scheitern zu schmerzhaft für sie. <br /> Eine Ruth flüstert aber...
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