jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Durch Slov
Als ich von Volker Brauer das Gedicht Spätfrühjahr zum Lesen bekam, musste ich sofort in mich hinein schmunzeln. Ich überlegte: Man kann das Gedicht MINDESTENS auf zwei verschiedene Arten lesen. Die eine ist die Ebene Natur und dann nimmt man wörtlich, was die Überschrift vorgibt. Was aber läse ein Leser (je nach seiner „Weltanschauung“ wieder verschieden) würde es unter einer Über-Überschrift „Exil im eigenen Land“ oder in einem Buch mit philosophischen Betrachtungen stehen? Sagte es dann nicht etwas ganz Anderes, als mit schlichten Worten da steht? Und nun stelle man sich gar die Diskussionen vor, stünde eben dieses Gedicht in einem Buch „20 Jahre Mauerfall“... Welch Diskussionen könnte es auslösen!!! Gute Literatur arbeitet eben mit mehreren Ebenen...
Da bleibt mir nur ein geradezu hinterhältiges Grienen, wenn ich „nachnächtig“ dagegen halte. Ich hoffe zwar, dass niemand dieselbe politische Aussage darin zu entdecken vermeint, aber einen „doppelten Boden“ hat es schon...
Auf einen freundlichen Leserhinweis hin hat das dritte Gedicht heute eine wahrscheinlich lebensverlängernde Amputation und eine neue Überschrift bekommen. Danke! Es ist jetzt zum „Schäferspruch“ geworden Es steht weiter unter „Entschuldigung“.... und da gehört es auch hin...
Eclipse Next 2019 - Gehosted von Overblog