jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Vital Man nennt sie Leben, die Zeit zwischen Geburt und Tod. Ich nicht. Lerne ich doch nur, um zu arbeiten, arbeite, um zu zeugen, zeuge, um sterben zu können. Ich sterbe endlich einfach so... Wie soll ich dazu sagen? Oder wäre da noch etwas?
Post lesensans culottes Einmal schon die Hosen ausgepudert. Einmal schon entzopft geträumt, gleich zu sein und brüderlich mit der Schwester, nur Mann blieb sich lieber selbst am gleichesten, und ohne Hosen hieß also nur in anderen Köpfe köpfen und an Kugeln das...
Post lesenKein Affe Uhren ticken. Zeigen mir fünf vor zwölf. Zwei Hände reichen nicht zum Zuhalten von Ohren und Augen und Mund und den Strick selbst zu knüpfen, an dem ich hängen werde Jede Hand reicht für eine Faust der Mund kann den Uhrmacher rufen.
Post lesenFrostnacht Schwarz glänzend Amselaugen im verschneiten Geäst wachsam eingehüllt in Schweigen. Im Mondlicht funkelt, glitzert der Schnee. Sternendurchwebt ist heute die Nacht und meine Träume legen sich zum Sterben nieder im blauen Kathedralenlicht.
Post lesenNatascha P. riskiert mit ihrem Klassik-Wortspiel " Der Mohr tut seine Schuldigkeit " viel. Fast schon ist da " Doch Ein Vogel " nicht mehr ganz so abwegig. Um etwas Internationalität zu simulieren, passt vielleicht eine " Russische Impression " als Schluss...
Post lesenEn passant Zwar hatt ich bei Schwangrenbauchoffensichtlichkeit ein Stück ihr die Unschuld genommen, gegen Stachel des Zweifels blieb sie trotzdem gefeit im Geist war sie eine der Frommen: Sie sagte, die Welt ist halt so wie sie ist, und schwer ist die...
Post lesenEin sich andichtender Clown So viele Gründe lauern, mich heute zu bedauern. So ist es stets gewesen, ich werd nie mehr genesen. Der erste Blick in Spiegel zerkräuselt Schönheitssiegel. Die Werkelei der Hände belachen alle Wände. Mit Künsten zu charmieren...
Post lesenAugenblickszeit Eisperlen weiß und blind wie Augen und das Geräusch des langsam fließenden Flusses Tschoktschok Ruf der Krähen schwarze Federn im Schnee schattenlos Steine im Morgenrot daran Nachtworte zerschellen
Post lesen„ ...Schneegänse ziehen / über mein / winterliches Herz...“ meint Ursula Gressmann in „ Hoffnungsschimmer “ und bietet auérdem ein ausreichend unpassendes graphisches Kunstwerk, das zumindest mir beim ersten Betrachten ein teufliches Vergnügen bereitet...
Post lesenAm Scheideweg Ein neues Jahr hat angefangen Ich denk zurück nur, nicht voraus Die Zukunft sehe ich mit Bangen Komm ich da jemals noch heraus? Was ist geworden aus dem Leben Das einst so kämpferisch begann? Wo ist der Mut, nach vorn zu streben Der Welt...
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