jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Hörst du wie die Lieder verstummen erkennst du wie Menschen verdummen fühlst du dich völlig benommen spürst du ihn selber doch kommen Bald werden sie dann holen kommen was sie bereits vorm Anfang genommen bald werden sie uns alles nehmen doch wir werden...
Vor drei Jahrzehnten ist`s passiert, da hat sie schnell mal plagiiert, hat jung schon sehr nach Ruhm gegiert. Den Theo hat sie angeschmiert und ihm sein Tun heftig moniert. Auch er wurd` lange noch hofiert, weil so ein Titel Menschen ziert, die scheinen...
Stell dir vor, es käm der Tag, da hätte das Gute gesiegt! Kein Gedicht klagte mehr über Ungerechtigkeit und Armut. Kein Lied rief mehr zum Kampf gegen Krieg, für den Frieden. Alle Lyrik lobte die Liebe. Wie langweilig! Ihr Dichter! Rettet den Kapitalismus!...
Meine Arbeit mache ich seit Jahren gerne. Nur im Traum da reise ich in weite Ferne. Erst in der Ferne, ob im Raum, ob in der Zeit, macht sich Glücksgefühl und Ruhe in mir breit. Meinem Chef dem haut´ ich gern eins in die Fresse, denn der sieht nicht eine...
Hatte in letzter Zeit so viel zu klagen doch heute will ich Dank euch sagen ungesehen in den Menschentrauben vereint sie ein gemeinsamer Glauben ohne Not, weil heiß umworben ist mancher gar dafür gestorben sehen durch dunkle Augen größte Ziele in aller...
Das Vergessen ist so unsagbar schwer, noch immer sind so viele Gedanken bei Dir. Kein Wort - diese Stille kann so friedlich tötend sein. Und immer wieder neu die Hoffnung, Gewißheit, sich nicht im Anderen geirrt zu haben, es gab ja den codierten Treueschwur....
Und wieder beginnt ein neues Jahr, ich hab gute Laune, so scheint´s mir sogar. Zwar hat´s keinen Sinn, ich fall immer herein … Aber lasst mich doch einmal zufrieden sein. Es ist ein Gefühl, zwar ganz ohne Sinn … aber herrlich genussvoll, als ob ich glücklich...
Leiden währt nicht immer, Ungeduld macht’s schlimmer. So muß man willig leiden, was man nicht kann ver meiden. Denk nicht gleich an’s Verscheiden! . Wer schön sein will, muß leiden. Nur Leid ist ohne Neid, die Zeit heilt alles Leid. Meiden bringt Leiden,...
Wenn du denkst ich kämpfe weil mir das Leben Spass macht dann irrst du ich kämpfe weil ich es abgrundtief hasse weil unsere schöne heile Welt mit Arschlöchern übersät ist die es nicht besser wissen und auch wenig dazu beitragen dass sich an der Misere...
Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom glaubte das Rindvieh noch zu wissen als es zufrieden schmatzend in der steigenden Flut selektierend die Hinfortgerissenen zählte um die eigene Wahrheit so lange zu erbrechen und wiederzukäuen auf das sie wenigstens...
ein hoch auf den auf dreckplatz vier, den neunten, nummer vierundzwanzig, ein hoch auf alle nah der treppen, ein hoch auf alle sieglos-deppen, die noch voll schweiß schon alt und ranzig, und nur gerufen werden, bring mal bier! vergessen grad im großen...
Freundschaften kommen, Freundschaften geh`n, was bleibt in dieser Zeit lange besteh`n? Fast hatten wir uns`re Seelen enthüllt und mit dem Anspruch auf „mehr“ gefüllt. In uns`ren Träumen, so hoffend schön, konnten wir beinah` ne Zukunft seh`n. Ein Fünkchen...
Du hast allein die ganze Nacht auf hartem Boden zugebracht; ich schlief im Bette weich. Jetzt liegst du mir zu Füßen – stumm. Ich geh' verächtlich um dich rum. Noch zög're ich, doch gleich … ... gleich steh' ich vor dir … splitternackt, voll Ungeduld,...
Ich sitze hier so für mich hin und NICHTS zu dichten war mein Sinn. Da springt mich die Gedankenflut wild an - dazwischen manches wird wohl gut. Ich frage euch, was sollt` ich tun, ich wage nicht, mich auszuruhn. So plündre ich in Goethes Grabe, was mir...
Als da die Bücher brannten in den Städten und Goebbels seine Hasstiraden brüllte, als Dichterworte weiß im Rauch verwehten, war es der Welt recht klar, was sich erfüllte. Der Scheiterhaufen lohte den Verfemten, und Kästner stand dabei in jener Menge....
In den Fenstern derer die sich keinen Strom mehr leisten können brennen Kerzen anstatt Hoffnung man findet sie dort wo Nachts keine Sonne scheint wenn der letzte Cent der Stütze für ein paar Flaschen Bier reicht einen trockenen Kanten Brot und Butterersatz...
Auf welche Weise sollten wir ihn beerdigen? Im Eichensarg vor dem letzten Weg von bezahlten Kosmetikern zu jugendlicher Scheinfrische schöner gemacht als zu Lebzeiten je gewesen? In aller Öffentlichkeit einer alten Eiche ein Schicksal zwischen Würmern...
Alle Flaschen aus dem Fenster gedonnert wirres Lacheln als sie im Hof zerschellen und der wütende Tenor der Nachbarn die nackten Wände hochkriecht bis zu mir. Ich schließe die Läden wälze mich auf dem Boden einem Trümmerfeld welches dem Hof in nichts...
Manchmal ist es besser nichts zu sagen einfach seine Fresse zu halten weil es jede weitere Wort nur noch schlimmer macht. Rückzugsgebiete haben wir schon lange nicht mehr die Diplomaten haben sie bei der letzten Friedenskonferenz verschlampt. Ach Buki...
Die olle Frau von unter mir, die Lunden, die hamse neulich rausjetragen, hörste? Von nebenan die Frau hatse jefunden, die meinte so, det war ihr ja det Schwerste. Ick habse uff de Treppe mal jesehen, die hielt sich am Jeländer krampfhaft fest. Die konnte...
Eingeschlagen in braunes Packpapier der Tod der in der Kehle brennt wie der Atem eines Drachen feurige Flammen die sich in meine Eingeweide graben während der hölzerne Indianerhäuptling auf mich herabsieht wie aus besseren Tagen die dieser Schnapsladen...
Lore um Lore arbeite ich mich aus dem Bergwerk heraus rußverschmiert noch ein Lächeln im Gesicht während der Schweiß mir in Strömen läuft. Fuhre um Fuhre vergesse ich mein altes Leben. Manch einer schürft bis er auf Gold gestoßen ist. Manch einer schürft...
Das Vieh wird unruhig bitte mehr Bälle! Konsumterror diktiert von den prallen Werbebeilagen der Wochenblätter das Portefeuille unbegrenzeter Möglichkeiten. Während die Krise weiter brodelt pfeifen sie es dir mit Blockflöten ins Gemüt denn nur von dir...
Da hockst du nun im Bauche von Berlin, doch irgendwas, dir fehlt das Wort, tut weh. Berlin, sagt man, ist fast schon Medizin – man lebt gemütlich hier mit dem Klischee. Dich trieben die Geschäfte nach Berlin. Du bist perplex beim Angebot an Sauerstoff....
Ein Glück, dass ich grad dich gefunden habe, der Blüte Nektar, woran ich mich labe. Solch kitschig Zeug sollt ich an jedem Tag dir dichten, ein Haus zum wohlig Wohnen uns errichten. Dich oft und immer neu beachten und nicht vergessen, was zusammen wir...