jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Das freut den Wähler: Jetzt hat er mal Stimme. Er ist das Volk! Er darf nun mitregieren! Die oben zittern leicht vor seinem Grimme: „Dass der sich mal verwählt, darf nie passieren!“ Der kleine Mann, genannt der Wähler, strahlt: Jetzt kann er’s denen endlich...
Man quält sich rum, man findet wahre Perlen. Dann fragt man sich, wem das denn nützen wird. Sieht düster aus, man denkt: Und das den Kerlen? Und trotzdem schreibt man weiter, unbeirrt. Vielleicht, so hofft man dann bei sich im stillen, bleibt doch was...
Wir sind alle nur Touristen in diesem Leben machen Fotos um zu prahlen wie gut es uns geht Ansichtskarten die aus der Massenstanze kommen könnten wie individuell bist du wirklich? Ein jeder hat sein Päckchen zu tragen der eine mehr der andere weniger...
Wie ich da lag, so unter der Tann und über mich und die Liebe sann, kam doch tatsächlich ein schöner Mann, der zog mich sofort in seinen Bann und zeigte mir, was er so alles kann. Ich sage euch, da war alles dran und sehr gekonnt nahm er mich auch ran....
Ausgestiegen bist du mit geflicktem Herzen und heiserer Stimme nach den Schmerzensschreien bei jedem Stich Wo ein Tropfen deines Blutes auf meinem Platz zurückblieb lebst du als Spinne die mir Kokon um Kokon reicht deine Schmerzen mit Worten umwoben Ich...
Es posauniert ein Regenwurm, dass, wer nur will, auch alles kann. Er klettre jetzt auf diesen Turm im Erdbeerfeld gleich nebenan. Vom Regenwurm nicht weit entfernt, ruft Meister Schneck: „Ich bin dabei! Auf, dass die Welt uns kennen lernt!“ Es reck- und...
Die ganze Stadt ist schon besetzt mit Konsum und Stahlbeton, wo die Menschen fast schon tot und Liebe nur noch ein Affront. Doch nein, nicht alles liegt im Sterben. Hier und dort blüht’s Leben, und in autonomen Wagenburgen färbt sich unser Seien bunt....
Ich muss akzeptieren dass ich vielleicht mit einem Menschen zusammen bin mit dem ich alt und grau werde. Das Leben hat mich hinterhältig überrumpelt ich winke mit der weissen Fahne zur Kapitulation. Nicht die Liebe nur die Gewohnheit zermürbt dich das...
Zwei Menschen namens 'Ich' und 'Du', die treffen sich zum Rendezvous an ganz geheimem Ort. Ein jeder kann die zwei dort seh'n und alle, die sie seh'n, versteh'n ganz deutlich jedes Wort. Die beiden turteln im Versteck und lachen allen andern keck ins...
Ich lach so gerne über mich. Was Bessres kanns nicht geben. Da weint kein andrer bitterlich und Lachen strafft das Leben. Ich küss so gerne deinen Bauch und deine Hinternhügel und deinen Busen lieb ich auch und deine Engelsflügel. Ich seh die Welt mit...
Muss ich, sei´s drum, an Liebe denken, denk ich auch gleich ans Herzverschenken. Normalerweise großer Kitsch, bei dir jedoch, du crazy bitch, hieß das, viel Gold im Meer versenken. Dich hatte ich noch niemals lieb. Es war nur Geilheit, die mich trieb,...
Es gibt kein wahres Leben in dieser falschen Welt und welcher Mensch wo wohnen darf, entscheidet nur das Geld. Lebensraum muss weichen, einem rentablen Wahn, doch wenn sie uns’re Träume töten, fängt uns’re Gegenwehr erst an. Dann fahren sie mit Bullen...
ich höre dir zu und dein lied streift mein herz sanft wie die worte der mutter die ihr kind in den schlaf singt das rauschen der baumwipfel im wind und wispern vom dünengras schwingt silbern darin ich sehe glitzerndes wasser im sonnenlicht und die melodie...
Ich möchte dein verliebtes Küssen auch mit 86 noch nicht missen. So halte ich dann deine Runzeln für ein mir Wohlwollen erweisendes Schmunzeln. Ich bestreich dich mit Creme von Liebe und erschrecke vor der Wucht deiner Triebe. Ach was bild ich mir alles...
Wenn du meine Gedanken wie ein Buch lesen könntest, fingest du wahrscheinlich auf den ersten Seiten an. Enttäuscht schlügst du es zu. Wenn du meine Gedanken zu Ende gelesen hättest, wärest du klüger und wolltest unbedingt einmal in eine Bibliothek. Im...
Ich bin nach dieser Nacht mich schämend aufgewacht. Nicht einmal Siegmund Freud hätt weiter mich betreut. Wer sollt´ nach solchem Traum mir weiter noch vertraun? Die Startzeit-Lücke klafft, weiß nicht wie ich´s geschafft. Security, oh Schreck, war unsichtbar...
Schon als zarter Knabe hold hab ich eines nur gewollt: Reichster Mann auf Erden sein! Ließ mich aufs Gewinnspiel ein um das viele schöne Geld auf der großen weiten Welt. Idealer Lebenszweck: Borstenvieh und Schweinespeck, Münzen, Noten, Wertpapier, zum...
An seiner Grenze wie besessen patrouilliert ein Ami stolz mit Smith and Wesson alle die dorthin aus Armut kommen werden von ihm gnadenlos auf´s Korn genommen weil vor Allem, was den Stolz beleidigt er sein Land zur Not bis in den Tod verteidigt An den...
Ich sehe zwei so vor mir sitzen einen Blut, den Andren Wasser schwitzen angesichts dessen, was ihnen geschieht sind sie nicht weit entfernt vom Suizid Eltern? Freunde? Krankheit? Drogen? Zur Lösung braucht’s die Psychologen die wie Pilze aus dem Boden...
Oft ist mir kalt, bin voller Furcht in diesem Land, auf dieser Welt. Ich suche Halt, doch find’ ihn nicht, mit dem Rücken an der Wand. Nur in jener kurzen Zeit, die ich bin mit dir, wird warm mir dann, fühl’ heiße Freude ich an deiner Seit’, mein Herz...
Ich dichte hier so vor mir hin. Und Freude schenken ist mein Sinn. Ich dichte frei nach Kopf und Bauch und weiß genau, das kannst du auch. Denk an den Freund, der dann nicht lacht, weil du es nur für ihn gemacht. Er weiß genau: Es ist nicht Kunst, nur...
Ich such’ und such´s im Sternenhimmel vernebelt leuchtet in der Ferne mein kleiner Stern, dort im Gewimmel was er gerade macht, ich könnte es gerne will hin zu ihm, um ihn zu greifen verloren geht´s dort, in den Sternen konnt’ ich ihn nicht mal annähernd...
Wenn ich einmal abgehe so werde ich es wie meine Großmutter tun selbst den Notarzt anrufen um ja niemandem zur Last zur fallen ihm noch die Tür öffnen und dann zusammenklappen. Ich muss funktionieren sprach die Maschine helft mir nicht ich kann es selbst....
Nichts hinterlassen als verbrannte Erde all die dunklen Kaschemmen mit ihren gemütlichen Plüschsesseln den Knutschecken und den Toilettenkabinen wo ich den Klopapierhalter aus der Wand riss während ich dich vögelte und eine Kippe zischend in der Schüssel...
Wie oft stand ich schon, ich armer Tor; in mir verloren; verlassen davor vor der geschlossnen Himmelspforte; erfüllt von Angst; für diesen Orte könnt es am Ende niemals reichen; kein Heiligenschein; nur Fragezeichen sind von Gebeten mir geblieben; bis...