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Gedichte des Tages - Slov ant Gali und Gäste

jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Hanna Fleiss: Oderufer

Weiß. Gräser im Schnee. Schwarzes Geäst, unter dem Graugänse grasen. Und nun der Strom. Wind trägt mich ins Land hinein. Mit Wolken vermischt Der Rauch des Fernen Dorfs. Reiher fliegen Mir ums Haupt. Vom Anderen Ufer der singende Schrei Eines Schwans....

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Volker Brauer: Erinnerungen

Flüsternder Dunst, weiße Bäche. Aus den Flächen steigt der Hauch. Mesopotamien, Das Land, Das durch den Nebel leuchtet Still im Morgentau. Die Stunden fügen sich ins Glas. Aus weicher Seide weiß ein Tuch. Gedanken, bevor sie aus gemalten Wörtern Bilder...

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Hanna Fleiss: Drogentod

Ein Aroma von Straße Und Imbissbude trug Nächte und Morgen. Es kühlte die heißen Lippen Des ruhlosen Nein. Jeder sah die Figur Des Mutlosen. Sie trat aus dem Ungesprochnen, den verschwiegnen Schatten von S-Bahn-Brücken. Unter den Lidern schmolz, was ihm...

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Hanna Fleiss: Nacht

Über der Dächerstadt wieder das Marderweiß Des herrischen Monds. In Lüften Der weiche Geruch des Dunkels. Der Mond, du siehst, Hat heut einen Silberhof. Du, Erdgeborener, Umgürtest dich, angstvoll, Mit kobaltbleichen Mauern. Doch lang Summen nächtens...

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Ursula Gressmann: Hoffnung

Grau hängen die Weiden über dem Fluss noch springt kein Fisch Eisränder knistern auf meine Netzhaut eingebrannt Dinge die ich nicht sehen möchte wie Eisschollen treiben sie vorbei die Erinnerungen lärmend ist die Stille in diesem Schattenland und doch...

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Gunda Jaron: abends

Ich greife deine virtuellen Hände, nehme deinen geheimnisvollen Namen, die erdachte Geschichte, das (heiße?) Gedicht und schenke dir mein Zuhören. Versuche, dich zu verstehen, gebe dir Antworten auch auf Fragen, die du nicht stellst. Und wenn die Raufasertapeten...

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Angelika Zöllner: vom töten

noch immer wie gras wuchernd das alte sterbende lied vom töten weil wir der SPRACHE nicht königsmächtig sind in der WORTschaffung armgekleidet unter den menschen noch immer der wirklichkeit verheerendes spiel mit der dürftigen sehnsucht nach aufgeteiltem...

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Angelika Zöllner: glasharfe blutig

träume steigen wie blüten und die fragen klingen wie glasharfentöne unbeschreiblich in ihrer singenden klarheit steh’ ich in regenfäden geschlossener tag kein schnee keine antworten die ich lange gesucht habe heute stelle ich fragen – das - lerne ich...

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Gunda Jaron: Misstöne

als wir uns kennenlernten schienen die Melodien unseres Lebens zu harmonieren denn die Vorzeichen waren bei beiden die gleichen als die ersten Misstöne erklangen merkten wir dass die Saiten meiner Seele in G-Dur schwangen deine aber in E-Moll vibrierten...

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Volker Brauer: Im Märzen …

Mir geht der Wind nicht aus dem Sinn. Frühling, Ein Lächeln in den Tagen. Sie kamen zueinander – Und Brennen lag in ihrem Blick –, Sie brachen eine Blume für die Nacht. Ihr Kind Hörten das Wiegenlied von Vögeln, Die der Morgen sang, Sehnsuchtsvoll. Im...

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