jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Wild wuchert in meinem Zimmer ein Urwaldgewächs, als wolle es allein mein Wohl. Es braucht wenig außer Wasser und will keine Gardinen. Hinter dem Stamm wo die Wände sich wenden wächst im Schatten wie ich ein verlorener Trieb. Ihm würde ich eine Wandlampe...
Post lesenDer Sonderbeauftragte Gottes für das Wetterprogramm für Berlin und Umgebung spürt verschwommen sein Erwachen aus tiefem oktobrialen Schleenlikörrausch Seine zittrige Hand sucht die passende Tastenkombination für Wunderschöner Winteranfang Er findet die...
Post lesenEs ist sehr schwierig, bei der Verbildlichung von Gefühlen auf dem Grat zu bleiben, der mitunter zu dick aufgetragen wirkt. Das gilt vor allem, wenn die Gefühle etwas komplizierter, aber trotzdem gerade tiefe sind. Diesem Problem stellt sich Gunda Jaron...
Post lesenbilde dir ruhig ein mein pieper ich hätte den wintergarten nur für dich einrichten lassen damit du dich fühlst wie im reich deiner ahnen du siehst dasselbe grün wie ich und in dir weckt es den drang zu singen willst wohl weibchen durch glaswände locken...
Post lesenKein halber Satz entfleucht ihm ungebügelt - er weiß, wo Barthel sich den Most geholt. Ihn hat man früh schon gänzlich umgepolt, was wild einst war, sehr zeitig weggezügelt. Der Anpassungsprozess liegt hinter ihm, sie haben täglich ihm das Kreuz gebrochen,...
Post lesenEin zweites Trauergedicht von Gunda Jaron - " Weg ohne Wiederkehr ". Bei diesem erlaube ich mir eine Meinung: Es ist eines der beeindruckendsten Gedichte, die mir begegnet sind. Der Vater ist zu bemeiden, der mit einem solchen Gedicht verabschiedet wird...
Post lesenWeil er vor Angst sich in die Hosen macht, versteckt kein Nazi sich in unserm Land. Der hat vielleicht mal einen umgebracht, bloß - unserm Staatsschutz fehlt der Informant. Der Nazi kam ihm einfach so abhanden. Das kann passieren, ist doch sonnenklar!...
Post lesendas klare wasser spiegelte den wölfen menschengesichter entgegen da heulten sie ihr leid zum mond als sie danach aber ihre fänge ins wasser senkten den durst zu löschen waren sie wieder wölfe am waldrand wir belachten am lagerfeuer die abwegige fantasie...
Post lesenEs gibt Ereignisse im Leben, bei denen und für die findet man schwer die richtigen Worte. An der Spitze derer liegen Trauerfälle für Menschen, die uns nahestehen, egal, ob die Verstorbenen uns nahestanden oder die, die sich verabschieden müssen. Zu solch...
Post lesenalle menschen waren entschlafen niemand konnte mehr die rüden entrüden die fähen entfähen die arten beartigen rudel dackelblütiger wolfshunde heulten es kichernd dem wieder lockenden vollmond zu
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