jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Augen hinter Brillengläsern, funkelnd wie Obsidian, strahlend, einfach faszinierend - Fremder in der Straßenbahn. Aufmerksam mir deine Blicke folgen, schwarzes Augenpaar. Steig' ich morgens in die U-Bahn, weiß ich es: Du bist schon da. Fremder, dort,...
Post lesenStill die Welt im Winter verstummt Bäume blattlose Baumskelette die nicht mehr im Regen klingen welkes Laub das nicht mehr unter den Füßen raschelt zu hören nur das Knacken und Knistern des Eises Weiß die Farbe der Stille
Post lesenFreiheit, Zu sterben, heldisch, erbärmlich, Wir glauben An sie. Nichts zwingt uns, Nein oder ja zu sagen. Wir haben Ein gutes Gewissen, die Sauberkeit Der Wahl und die Freiheit. Nun steht es bei uns, Das Nichts zu lieben. Niemanden, Am wenigsten Uns selbst....
Post lesenNovember Und greller Mond Über der Stadt. Tags am Himmel Die Grausaat des Aufruhrs. Die kleine Frau Hinterm Mikro. Fragen Mit großer Stimme. Sinnende schweigen. Sie wissen Die Antwort: Andre schleppen Die Beute heim.
Post lesenWilder Frühlingswind streicht über das weite offene Feld rote Füchse bellen leise singen Geister die im Holunder wohnen ihr klagendes Lied wir Traumgefährten reisen mit dem Himmelswagen in den Haaren glitzernde Sterne bis der Mond im Wolkenmeer versinkt...
Post lesenEndlose Dämmerung Dass Staub aufsteigt ins Gefieder Der Vogeläugigen. Halbgesichtig, Wundern Entäußert, der Mond. Ungetröstet das Weh Hinter Fenstern. Wir überhören das Gesumm der Verlassnen, sprechen die Sprache Umgitterter Straßenbäume. Zerstoßne Töne...
Post lesenDie Stunde ist trüb. Jahrhundertdunst der Hinterhöfe hängt Überm Wasser. Eine vermummte Greisin Quert meinen Weg. Am Maybach-Ufer Türkenmarkt. Das Gegenüber in fahlem Schlaf. Grau getreten die Wege. Unberührt strömt der Kanal. Ich laufe und laufe Durch...
Post lesenEs lebte einst ein Kater still mit seiner Frau beim Bauern Mill. War müde er, war ihm mal kalt, macht mauzend er am Hoftor halt, schon war die Tür ein Spältchen offen – stets konnte er aufs Kissen hoffen; am Herd empfing er leckre Bissen, wenn er hatt´...
Post lesenIch werde dir einen Brief schreiben, damit auf den Apfelbaum klettern und ihn hoch oben in der Baumkrone verstecken. Dann warte ich, bis der Wind ihn erfasst und zu dir trägt.
Post lesenWie trist dies paradies den nackten unterschied zu sehen ohne zu erkennen ihn zu empfinden als geschenk etwas anzurühren was sich nicht rührt weisheit wäre im wissen um die dinge den schmerz der entbindung zu mindern und zu fühlen es kommt das neue und...
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