jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
In der Zeit, die das Buch braucht zum Flug von seinem Platz im Regal auf meinen Kopf, sterben sieben Kinder; in der Zeit, die ich brauche, es zurück zu stellen, siebzehn. Einen Moment träumt meine Beule für sie weiter.
Post lesenGrau im Mond huscht die Fledermaus durch meine Träume. Nur noch von Spinnen bewohnt, die in den Ecken hausen, ist meine Burg und unter kühlen Mondlaken schlafen meine Wünsche. Schwer wie Steine ziehen die Wolken. Die Nacht verwischt alle Konturen und...
Post lesenwer heute GOTT spielt baut um den baum der erkenntnis sein schloss mit dreizehn zimmern gerade die versteckten schlüssel tür die verschlossen verweigern dir den reichtum eigener erfahrung lass dir niemals die frucht verbieten die du nicht kennst beiß...
Post lesenHerr Max in seinen Spiegel schaut, der zeigt, wie herrlich Max gebaut. Herrn Max sind Zweifel nie gekommen, bevor er einen Spruch genommen. Denselben hatte Max verehrt – Im Spiegel sah er ihn verkehrt. Der Schock war einfach abzuwiegeln: Die Wahrheit...
Post lesenAuf dem Bildschirm schwer wiegende Worte, Abschiede virtuell, manchmal auch so etwas wie Liebe. Wir haben uns nie gesehen, aber du kennst inzwischen mein Herz und wie ich denke. Vielleicht weißt du das sogar. Ist das nichts?
Post lesenWach geworden, Blättre ich im Schweigen Des Buchs der Sonette. Vorm Fenster, Zögernd noch, Straßenverkehr. Ein Blick ins Draußen. Der Ernst Der Bäume verrät die nackten Nester Der Vögel. Schnee ist gefallen Aus Peitschenlaternen. Verwundert, mich triffts,...
Post lesendie botschaft vernahm ich wohl allein der glaube fehlt ich hoffe das kind wird noch geboren in dessen namen kein gewehr geweih- nachtet wird bis dahin meine hand denen die sagen du sollst nicht töten es nicht tun und andere nicht tun lassen meinen sack...
Post lesenVor langer Zeit aufgenommen Diese hoffnungsvollen Gesichter Gewaschen gekämmt Die besten Kleider am Leib Die für gut Die man nur am Sonntag trägt. Gerade gestanden Das Kreuz durchgedrückt Die Schultern zurück Und jetzt lächeln: für immer.
Post lesenPappel, nackt Aus Novembertagen, Nistbaum, Der mich aufblicken lässt, ins Geäst, Zuweilen. Würziges, weißes Blut in zitternden Zweigen. Ich hör Erbeben, hör ein Flüstern, Verstummen auch. Tags Krähen zwischen Himmel und Erde wie spätes Laub. Auffliegt...
Post lesenEs naht die selig' Weihnachtszeit und Nächstenliebe macht sich breit: Wir öffnen uns're Herzen weit, das Konto und das Portmonee. Bei jedem Spendenmarathon, da greifen wir zum Telefon und opfern einen Stundenlohn fürs Ego und fürs Renommee. Bettlern an...
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