jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Reiner Kunze ist ein trauriger Dichter der Spott als Waffe gegen Traurigkeit nimmt deshalb weint er mit einem Auge und lacht mit dem anderen Reiner Kunze kommt auch Aus dem Land der roten Taschenbücher wo die Menschen nicht Herren waren sondern Genossen...
Post lesenAch, wär' ich doch ein Sonnenstrahl auf deiner nackten Brust. Mein Streicheln wär' dir süße Qual, wenn ich nach Herzenslust mich an dich schmiegte und fänd' Ruh' auf deiner warmen Haut. Und jeden Zentimeter Du liebkoste ich vertraut. Mit sanftem Finger...
Post lesenIm Schatten der schlafenden Träume erwachen, vertrieben aus dem Paradies, lautlosem Sphärenklang lauschen, ein rotes Siegel dein Mund, unter dem Trugbild des Glücks.
Post lesenLaufen Im unberührten Weiß Des Wintermorgens. Kindertraum. Schatten stürzen Winterstarrer Platanen. Tanzender Nebel Mein heißer Atem. Noch liegen die Straßen In zärtlicher Dunkelheit. Hinter den Hochhäusern übernächtige Vogelstimmen, Heiser vom Frost,...
Post lesenIn hellen Vollmondnächten tanzen Marder auf glatten Dächern, jagen sich und freuen sich des Lebens. - träumen die Haselmäuse vom Sommer und wispern leise im dichten Eichenlaub. - schnappen die Goldfische nach Luft und sprudelnd steigen durchsichtige Perlen...
Post lesenEwiger Wanderer trägst ohne es zu wollen ohne es zu wissen überall wie einen unsichtbaren Wanderstock das Siegel der Entfremdung.
Post lesenDu bist sicher ein Geschöpf der Wolken, ein Sternenengel vielleicht. Schnelle, blaue Blitze umschließen dich und weißkalte Strudel reißen dich von mir.
Post lesenSalz und Sonne in den Haaren, Wasser perlt auf nackter Haut, Blicke folgen Wolkenscharen, Finger streifen Dünenkraut. Möwen majestätisch gleiten, Mittler zwischen Meer und Land. Muscheln, Spielball der Gezeiten, glänzen rosarot im Sand. Lausch' des Wattenmeeres...
Post lesenIrgendwo auf einer Welt ragt in die Höh' prädominant, ein Berg mit ewig Schnee bedeckt und durch und durch aus Diamant. Jede zwei-drei Tausend Jahre ein Adler kommt von fern geflogen ruht auf der Spitze kurz sich aus, wischt seinen Schnabel an dem Stein,...
Post lesenDu kannst Schriftsteller zu Hause sein und du kannst Schriftsteller im Exil sein einige sind seit ihrer Geburt im Exil weil sie in einem fremden Land geboren sind sie hängen mit Verzweiflung an ihrer Muttersprache wie an einem mütterlichen Nabel die anderen...
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