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Gedichte des Tages - Slov ant Gali und Gäste

jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

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Gunda Jaron: Fangnetz

brüchig ist es geworden mit der Zeit und instabil die einst so starken Seile aufgeraut durch ständige Reiberei die eine oder andere Faser durchtrennt vom Klang scharfer Worte verbindende Knoten gelöst durch bohrende Zweifel wie willst du mich auffangen...

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Hanna Fleiss: Einsicht

Zurück Nach langem Kam ich. Nicht fand ich Vermisstes, ein Schauer das Grau Der S-Bahnbrücke. Meine Hände, Gewohnt, Wildrosen zu brechen, Wurden mir fremd. Ich floh Lichtkaskaden, Straßengeheul, Steingesichter. Hintastete ich mich Zu Bildern des verlornen...

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Hanna Fleiss: Nachtwandern

Flüsterlaut: Still, Sternengeschrei. Was mir gehört: der Himmel, Der Schein matten Monds Über der Ebene. Da trank ich Tau, Als mir die Nacht erschien. Ich aß Das Schwarz wie Trockenbrot. Salz und Stein - sie gebührn Dem Wagenden. Jetzt, Mein Schattenwurf...

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Ursula Gressmann: Abschied vom Sommer

Abschied vom Sommer Im Herzen Träume vom Sommer, dem Meer und kreischenden Seevögeln, Haare,in denen der Wind spielt, Sonnenuntergänge, glutrot und kobaltblau am Horizont. Den Geschmack deiner Haut noch auf den Lippen weiß ich, der Erdsommer ist vorbei....

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Natascha P.: Limerick No. 21

Da war dieser Typ in Großbeeren, den hatten die Frauen zu ehren. In der Liebe famos fühlte er sich ganz groß. Doch ich konnt ihm den Fußkuss verwehren.

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M. Pop: Engelsporträt

Der Engel hat kein Geschlecht nur Flügel wenn er seine Bedürfnisse erledigt hinterlässt er eine grüne Paste der Engel hat kein Geschlecht deshalb liebt er gleichermaßen Menschen Schmetterlinge und Blumen der Engel hat nur Flügel von weit scheint er ein...

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Hanna Fleiss: Park Narodowy Ujscie

Was ich vernahm: Den Sprosser, trompetend, Wind sprang über die Gräser, Alt wie die Niederung, ein Weißstorch Segelte im Aufwind. Am Wasser des Namenlosen Flüsschens, Dessen Ufer die Nebelgänger gesehn, Eine Bachstelze, hektisch Warf sie sich gegen den...

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Ursula Gressmann: Frühlingsluft

Blau blitzen schon die Sterne des Immergrüns im Wald noch laublos sind die schwarzen Gitter der Bäume doch ein fernes Raunen ist zu hören von flüchtigen Frühlingstagen. Grün sind schon die Ränder der Bäche gesäumt noch klagen nachts die Käuzchen doch...

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Ursula Gressmann: Spätsommer

Spätsommer Ein welkes Blatt, dann über Nacht, Farbenpracht. Gelb, rot, purpurn, glüht das Laub, entferntes Bienengesumm. Hagebutten leuchten, wie kleine Feuer. Zwischen den Zweigen Spinnwebenhaar. Abendlicht, das sich wie transparentes Gold ergießt.

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Natascha P.: Limerick No. 4

Jener Mann aus dem schönen Brabant wurde reich als Gewehrfabrikant. Auf der Welt kaum ein Ort den verschont Krieg und Mord doch er wäscht sich in Unschuld die Hand

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