jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Schon ein Vierteljahr, Kann das denn sein, Ist fort, Vergangen und vorbei. Und das ist nicht einerlei. Haltet ihn auf, Den Eier-, Hühner-, Tagedieb. Das sind doch keine peanuts aus der Portokasse. Ein Vierteljahr! ‘ Ne ganze Masse! Bringt mir das Vierteljahr...
Aus dem Schatten Trat das Angesicht der Stadt. Abduft von Staub, Gasen, selten gelüfteter Seelen fiel über sie her. Lampen Verglosten. Niemand Sah die südlichen Inseln. Alles drängte In die U-Bahnschächte. Durchs Tor der Gleichen hinkte, unbeachtet, Ein...
Irgendwie haben wir ihn verpasst, unseren Anschlusszug ... Bequem war er, der Pendelverkehr mit Zuverlässigkeitsgarantie. Hin und her fuhren wir, in aller Freundschaft, jahrelang, ganz selbstverständlich. Selten gab es Probleme auf der Strecke. Dann ging...
ach glaubtet ihr nur dies hätt heine geschrieben wie würdet ihrs mögen wie würdet ihrs lieben und hättet ihr nachher herausgefunden wers war wär ich in in wenigen stunden es kann ja so gut sein für die eigene sache wenn ich überzeugend genug meine fälschungen...
Ich wär so gern… Ich wär so gern ein Sozialist, weil niemand weiß, was das wohl ist, so ungefähr ne bessre Welt, für viele heißt das nur mehr Geld in eigne Taschen umverteilen, dafür gibt´s Luftfahrt-Bonus-Meilen. Denk ich noch weiter drei, vier Schritt...
Wir sahen... Wir sahen die Städte vergehen in Schutt und Asche und Rauch, wir kämpften, ohne zu sehen - und Angst, Angst gab es auch. Wir sahen Dörfer in Flammen, ein zuckendes Todesfanal, und ahnten, wir alle stammen aus solch einem brennenden Tal. Wir...
Ich darf ergänzend noch erwähnen: Es hält das Fach „Statistikschönen“ schon Einzug am Gymnasium. Auch dort verkauft man Hinz für dumm. Man stopft des Hinzens Töchterlein in überfüllte Klassen rein. Zu achtundneunzig-acht Prozent, das ist die Zahl, die...
Lenin rot Marx blau ausgewählte werke paradierenden besuchern einst alibistisch demonstriert abgestoßen in staubwedels reich vom anti nebenan zu viele buchstaben drinnen zu wenige äquivalente draußen das gehirn voller krümel aus magneteisenstein der macht...
Hast du vernommen im Flüstern des Windes das Wort, das ich leis' auf die Reise geschickt, im dauernden Wechselspiel ziehender Wolken die sehnsuchtsvoll suchenden Augen erblickt? Hast du mein zärtliches Tasten der Hände im samtweichen Streicheln des Regens...
Weihnacht die botschaft vernahm ich wohl allein der glaube fehlt ich hoffe das kind wird noch geboren in dessen namen kein gewehr geweih- nachtet wird bis dahin meine hand denen die sagen du sollst nicht töten es nicht tun und andere nicht tun lassen...
Warte noch, ehe Du aus der Tür gehst, warte Auf ein letztes Wort, ehe Die Wände sich Verdunkeln. Nichts weiß die Nacht Vom Tage. Auf diesem Stuhl Hast du gesessen, am selben Tisch. Es schlafen die leisen Umarmungen. Was ich Dir sagen will, was ich Verschweig....
Über Dächern hing Silberweißer Mond, schwer schlief Die müde Stadt unterm wachen Halblid des Himmels. Mauern trugen Nachtlaute zu mir. Langtönendes Flüstern der Steine. Schatten wisperten. Ermattet sank Tau in den Straßenstaub. Über der Kimme Des Horizonts...
Gunda Jaron Abgelegt Achtzehn Jahre, schwarze Haare, schlank, doch weiblich die Gestalt. Ach, war er in sie verknallt. Er studierte, sie frisierte, sie war es, die ihn ernährte. Er wollt', dass sie ihn erhörte. Als er fragte und sie sagte: "Gerne deine...
Erde, altersschwarz, und Lautloser Schnee. Das Land blindäugig, Die Dörfer schweigen, stumpfarmig Die tausendjährige Eiche. Der Kirchengiebel strebt Zu Gott. Zwischen Mauern, Kriegergedenken Kein Licht. Efeu, Gras des verlorenen Sommers im Haar. Ich seh...
man kann den eignen augen trauen wenn auch im allergrößten grauen noch blumen blühen grad die blauen wenn einer hört es um sich krachen und ihm ist wirklich nicht zum lachen sind andere grad beim liebe machen du jagst voll hektik nach dem glück schaust...
Heupferdchenzeit, Blaue Zeit. Als die Linden, Die schönen Linden, sich bogen Am Rande der Straße Unter der Last der Düfte. Als Der weiße Mond Honig trank. Die Stadt lebte Ihren Tag, mit grauer Stirn, ein Ach In den Hallen der Bahnhöfe. Und kein Himmel...
Ostern 1945 Die Seele lauschte wie der Schnee taute wie das Herz pochte wie der Bach rauschte. Osterglocken läuteten laut, in der alten Dorfkirche, durch einen Spalt – ein Sonnenstrahl erhellte die Braut in Weiss. Der Schnee verschwand. Die Luft wurde...
als verbrechen mir zur last gelegt geboren in dem falschen geboren für das falsche DEUTSCHLAND sorge morgens wie abends die kinder büßten meine strafe fort bräche ich das schloss in eine bessere gesellschaft hielte mich keine strafverschärfung ab vor...
„ Schluss mit Hausarbeit und Garten: Samstag Nachmittag halb vier. In den Feierabend starten will ich mit 'nem Fläschchen Bier,...“ Bei dem Gedicht „ Samstag Nachmittag halb vier “ spürt man so richtig das „knurrende“ Vergnügen, mit dem Gunda Jaron die...
Ich greife deine virtuellen Hände, nehme deinen geheimnisvollen Namen, die erdachte Geschichte, das (heiße?) Gedicht und schenke dir mein Zuhören. Versuche, dich zu verstehen, gebe dir Antworten auch auf Fragen, die du nicht stellst. Und wenn die Raufasertapeten...
Blau blitzen schon die Sterne des Immergrüns im Wald noch laublos sind die schwarzen Gitter der Bäume doch ein fernes Raunen ist zu hören von flüchtigen Frühlingstagen. Grün sind schon die Ränder der Bäche gesäumt noch klagen nachts die Käuzchen doch...
Ja, sie sind Kinder und sie spielen. Ein Schmetterling fliegt hin und her. Am Waldrand stehen wilde Rosen, Und Busse halten hier nicht mehr. Hier sind die Krähen Dauergäste Und herrschen über Abfall, Schmutz und Reste. Der Kleine hat den Ball getreten....
Am Anfang … Den Affen Pithecantropus durchzuckte einstmals, welch Verdruss, ein Blitzgedanke, der zu nackt, als dass sein Affenhirn ihn packt. So musste er zum Menschen werden, als der er wandelt nun auf Erden. Er kann Verstand in Worte kleiden sich selbst...
Cord Buch Roter Wüstensand Im Glanz roten Wüstensandes lebt er seit Jahrmillionen der Stein, dieser Stein Sengender Sonne frostigen Nächten fräsendem Sandsturm hat er getrotzt Nun wird er zerfetzt im Bombenhagel der Explosionen der Geschosse Im Schatten...
alles 129 a Ich geh ganz neu in diese Welt, denk nicht an Gut und nicht ans Geld. Ich sage kaum noch guten Tag, weil das wer observieren mag. Hab ich mit einem Fall Kontakt, werd ich der Akte zugepackt, werde verwanzt, gefilmt (versteckt), vom BKA im...