jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Es hält mich fest, beginnt zu jagen, ein Gefühl von Traurigkeit, das weinend lächelt, seine Fragen rauben mir meine Zeit, die ich nicht aufhör, gern zu geben, Blut gefriert und Atem stockt, das Herz schlägt, voll vom Leben, wohin es mich beständig lockt,...
In der Ecke liegt der Penner dort, dem es bis eben ging ganz gut, erst klauten sie ihm Münzen fort, und, nur deshalb liegt er dort, nach Inflation auch seinen Hut - zwar gaben sie die Münzen wieder, doch: sie ließen sich nicht lumpen, zur Sicherheit schoss...
Seht ihr nicht, der Meister der Lügen, der bloß nie ganz die Wahrheit sagt, wird um die Wahrheit euch betrügen, weil ihr den Verlust nicht beklagt. Man sieht ihn in den Köpfen rühren, damit die Hirnsuppe verdampft, bis zum Punkt wird er euch verführen,...
grabesruhe deckt das land zu mit einem schleier oh wie tief schläft der verstand zu der medienleier hab das alles selbst gedacht schnarcht ein wiederkäuer keiner kratzt an geldes macht süßes ungeheuer auch der große herzchirurg schnippelt honorarbezogen...
Nach langem Winter war er da, der Frühling mir im Herzen wuchs, als ich dich plötzlich vor mir sah und mein Mund erspürte deinen Kuss. ‘ Fühlte mich so wohl bei dir, die Angst verlor schnell an Gewicht, zärtlichst’ Worte kamen mir, flossen für dich in...
Wo Möwen kreisten, Wellen schnellten und deine Füße kitzelte Sand, wo vor dir lagen Meer und Welten und unter dir doch festes Land - dort gehst du plötzlich über Scherben, die deine Schritte schmerzlich machen? Dort liegt vor dir nur noch Verderben und...
nur noch geist werde ich wieder geboren und fragen wovon lebt ihr was verdient ihr unsere waffenfabrik gibt uns sichere arbeit werden welche sagen und denen sichere dividende werden sie nicht wissen arbeit bliebe bessere ohne euch werde ich unverstanden...
Ganz kurz vor dem Schlaf überfiel mich ein Vers – Völlig ultimativ, so toll, so pervers. Er erklärte die Welt in nur einer Zeile und versprach mir ein Leben ohne Langeweile. Ich war selig vollendet im selben Moment, schnell ne neue Datei, speichern, Happyend....
Ich schreite durch diesen dunklen Gang es riecht nach Steriltät die mir ein Liedchen vom Tod singt Ich höre das piepen ihrer letzten Schläge flimmern auf Herzmonitoren unter den hochgefahrenen Bildschirmschonern Ich habe das Gefühl der Finsternis näher...
In Ahnlehnung an des Meisters kleines, aber feines “Damenbusen/Haustürklingel”-Selbstversuchgedicht. Ein Freund nennt mir zwei x-beliebige Worte (was er noch üben muss, was im direkt nachgefolgten Versuch noch deutlicher wurde), ich versuche ad hoc ein...
Da liegt das Buch und grinst mich an, wie nur ein Buch halt grinsen kann, und sagt zu mir, du fauler Hund, was machst du hier zu dieser Stund? Hast du dich etwa aufgegeben, verzichtet auf das volle Leben? Ich schlag es auf, beginn zu lesen, find drin,...
Kein Tag kein Ort ist Tag, ist Ort für dich in Einsamkeit Was du auch tust ich schaue über deine Schultern weil ich dich liebe Schreibe nur Mails rufe nur an wen auch immer du willst und wann ich lese mit weil ich dich liebe Keinen Schritt wirst du tun...
Glasige Stille des Mittags. Bäume und Gräser ruhen, verstummt die Vögel und Heupferde. Gewoge der hohen Pappeln nur, tänzerisch, zwischen weißen Fassaden. Fern das schlurrende Rauschen des Stadtverkehrs. Hoch die Sonne im Tageszenit. Unter bunten Markisen...
GEMA? Nee, geh’ mal, das will ich hier nicht haben. Meine Kunst bleibt frei davon. Es gibt Fall’n, die lass ich mir nicht graben. Wenn Kunst ist nur noch zum Profit, nicht zu der Menschen Freude, ihr werdet seh’n, dann stürzt es ein aus Gier und Lügen...
Seht nur den Schlitz in meiner Brust Er führt zum Platz vom Herzen Steckt nur an Münzen viel hindurch ich habe Hunger Schmerzen Habt ihr dann Glück dann spuckt der Ort euch ein Gedichtchen aus Es kann auch sein es wird ein Stück von Katze und von Maus...
Sonntagmittag, halb zwölf Uhr, die ganze Welt, sie brennt und ich stehe hier mal wieder nur. Genug vom Scheiße aufwühlen, genug vom Zweifel zu klagen, genug vom sich Scheiße fühlen, genug vom ewigen nichts wagen. Sonntagmittag, halb zwölf Uhr, stehe ich...
Vom Baum fallen auf ehemals fruchtbaren Boden trockene Erfahrungen vergangener Warmzeiten. Letzte Samen ersehnen Schutz vor der Schneekönigin. Stürme verlachen sie. Einer der Bäume schwelgt in Jahresringereichtum. Er schaut herab auf die, die noch immer...
es sagte einst ein weiser mann, an dem man wenig rütteln kann, dass eine seite ehrlich bleibt, solang nicht schrift was auf ihr treibt. auch solche wahrheit ist voll preis, denn weiße seiten sind nicht weiß. nur ihren dreck im sonnenlicht, warum auch...
Unter einem Baume saßen sie im grünen Gras; um sie herum das Leben, hatten sie am Lernen Spaß. Ein Mensch, welcher sie lehrte ganz ohn’ Gewalt und Macht, bei ihnen saß und debattierte, gab respektvoll auf sie Acht. Nicht Wissen um des Wissens Will’n,...
Wie oft las ich hier im Netze schon, das jemand zu dem Glauben neigt, scheinbar wahr sei die Information, weil man sie im TV nicht zeigt. Mir erscheint es als ein wenig dumm, wenn man Medien nicht trauen kann: Wieso wägt man ab nach Medium? Und nimmt...
es kam der tag da verloren sich meine wünsche als sandkörner in der wüste. niemand bemerkte ich war im zug der vergangenen versunken ein paar körnchen verfingen sich im fluss deiner tränen die folgenden trugen jucken auf deine haut und du ranntest ins...
Für all die Opfer hat parat als Lohn der Therapeut die bunten Pillen bei Licht betrachtet blanker Hohn Brechenden den Willen zu killen - dabei sieht man doch, Menschenskind auch die, die bloß daneben stehen das krank doch wohl die Täter sind weshalb sie...
Hat der alte Dichtermeister Sich für immer wegbegeben! Und nun sollen seine Geister Auch nach meinem Willen leben. Seine Wort´und Werke Merkt ich und den Brauch Und mit Geistesstärke Kann ich dichten auch. Dichte, dichte, Dass zum Zwecke Auf der Strecke...
Seh´ dich mit deinen Kittys vor mir liegen wo ich wieder mal nicht schlafen darf würd so gerne dich im Arm jetzt wiegen doch die Nacht die lange Schatten warf Sie hat mein Herze mit dem Traum geeint es bleibt mein Kampf bis zu dem Tag wenn mein Aug´ die...
Eigentlich war es ein Tag, wie jeder andere, Silvester eben. Nur er war merkwürdig genervt, bis er gesagt hat das Zeug sei einfach zu übel, war es ein Tag wie jeder andere und als er nicht aufhörte mir zu erklären warum wurde es wiederum ein Tag wie jeder...