jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Wo Schläge aus Herzen hüpfen, Samen harten Boden sprengen, wo Bilder aus Rahmen schlüpfen, wachsend hin zur Sonne drängen - wo Momente fördernd zu Tag das Leben in die Leere füllen, was gestern noch begraben lag durch Gedankenkraft enthüllen - wo Traurigkeit...
Es lag eine Idee auf der Straße Sie blinkte die Vorbeikommenden an Die wendeten sich geblendet ab Pfützenpassierer spritzten Dreck auf die funkelnden Flächen Eine unauffällige Idee wurde vom Besenwagen an den Rand gedrängt. Ein Dichter spielte mit noch...
Hört ihr all die geilen Hasen nun zur wilden Treibjagd blasen auf die Kröten in den Taschen dass ihr kauft nicht nur zum Naschen? Ostern ist ein Heidenspaß Kommt, wir feiern ohne Maß Frühling, der das Herz erfreut, was das Elternhirn nicht reut, Wenn...
Von Glimmen geleitet machten wir uns auf den Weg aus dem schwarz gefinsterten L abyrinth. Wie verführerisch riefen Zurückgebliebene uns aus der Haupthöhle Als wir das Glimmen löschten lobten sie unsere Weisheit. Sehen zu müssen schmerzt Voll eitler Freude...
Ein Dichter fühlte sich modern, wie Dichter das heut sind, und er empfand zu jedem Vers wie Mutter fühlt zum Kind. Der Dichter machte sich schnell schlau. Es gibt doch so viel Recht. Es gibt Patente auf manch Gen da wär es nur gerecht, wenn dies auch...
Kaum ist Afghanistan aufgegeben, schon rufen die Obama-Bush-Trommeln zum Kriegspfad nach Syrien. Chemiewaffeneinsatz, der meist Zivilisten entstellt und langsam zerfrißt. Milliarden in die Pharma- und Chemiekonzerne. Und wenn das nicht ausreicht, rufen...
Du warst und bleibst der ewige Soldat. Warst Landsknecht, hast die Bauern ausgeraubt, gebrandschatzt, auch das Schänden war erlaubt, Mord, Totschlag und so manche Missetat. Als Landser lagst du in der kalten Nacht im Schützengraben, taub vom Morphium,...
Wie oft war ich mir sicher schon, dieses Mal treffe ich diesen Ton, es erfüllt sich Wunsch von Herzen - wie oft blieben mir nur Schmerzen. Wie oft hörte ich es schon klingen, hörte ich mich diese Worte singen. Wie oft kamen Worte und gingen, hörte ich:...
Man verbringt heute sehr viel Zeit beim täglichen Familienstreit, um Alimente, Kinder, Sticker, was auch immer. Wie die Kesselflicker, die hinter heimischen Haustüren, bis ins Fernseh’n ihren Tanz vollführen. Mütter, Väter, Brüder, Schwestern, allemann...
Im Fall der Liebe werde ich nicht klug. Wie oft beging ich neu die alten Fehler. Ich bin doch sonst ein wüster Weisheitsstehler. Doch an Erfahrung mach ich nie genug. Na gut. Auch du bist immer reingefallen. Und Männer, das sind alles Schweine. Das sagst...
Was keiner sieht, ihr hört es läuten, trockne Luft, sie riecht nach Salz, Worte, die nichts mehr bedeuten, sie schmecken oft nur nach Schmalz.Graue Nomen, Häuserschluchten, wo der Raum dazwischen leer, sie wirken wie entlegene Buchten, zum überqueren...
Vor mir läuft es aus dem Hafen, mit dem letzten Wind im Segel, den man durchatmet beim Schlafen, niedrig steht der Traumpegel, ich jagte so gern hinterher, doch die Kehle ist zu trocken, um zu schreien, du fehlst mir sehr und mach dich auf die Socken,...
Wie das Herz braucht seinen größten Schatz, damit es am Ende ungebrochen, braucht das letzte Wort nun deinen Satz, damit es am Ende nicht gesprochen. Die Lieder brauchen laute Stimmen, nur durch sie können sie klingen - die Stimmen brauchen laute Lieder,...
Wie wurden aus Brüdern und Schwestern, aus stolzen Banden, denen von gestern, wie wurden sie Teil der lärmenden Meute, nur Teil des Krachs von hier und heute? Andacht, Demut und selbst Schweigen, verlernt ihr im stolzen Finger zeigen. Seht ihr nicht,...
Was wir seit alten Zeiten wissen ist, dass ein reinliches Gewissen das Beste ist als Ruhekissen. Jedoch sagt uns ein neuer Brauch, Gewissen ist nur Schall und Rauch – mit vollem Konto ruht man auch. Verleiht man davon noch ein Stück, bekommt man Zinsen...
Grün sind schon die Wälder und am Rand der Felder klatscht der rote Mohn. Rosa blüht die Quitte, weiß die Margerite: Farbenexplosion. Hummeln küssen Dolden. Sonne gibt sich golden und der Himmel blaut. Alle Hüllen fallen, Sonnenstrahlen prallen auf gebleichte...
Dieses Leben ist seit jeher ein Fass ohne Boden, Dank all dem Hass - in das manche Menschen Tränen weinen, die darin verloren scheinen. Doch die Zeit lässt sie in Runden fließen, Dürstende mit Nektar gießen, bis sie sich mit im Fass befinden und als Trän’...
Es läuft Herr Mensch im Kreis. Er kann sich nicht befrein. Sieht ständig den Beweis, wie´s ist, so muss es sein. Herr Mensch macht seinen Job, damit er was verdient, hält sich für super, top. Wie schon der Neider grient! Herr Mensch liegt auf dem Bauch....
Was guter Tag dir gab soll schlechte Nacht nicht nehmen, weil erst die letzte Stund dir jede Rechnung nullt. Es bleibe Überschuss dir stets an Alltagsfreuden, damit du Jahr um Jahr dich andern fröhlich schenkst. Und kannst du kein Gedicht und auch kein...
Ich erbaue dir nun einen Platz, in meinem Herz, dir mein Schatz - streiche ich den deinen Raum, in deiner Farbe: Lebenstraum. Ich streiche auf leeren Wänden, dein Portrait mit vollen Händen, dich in Hautfarben: Virtuos! In Lebensgröße: Riesengroß! Wie’s...
Das Leben auf ganz eigenen Wegen tut selten gut und ist kein Segen, denn im Leben tut der Heldenmut nicht selten Not, doch niemals gut. Weil der Held, wenn man’s bedenkt, auch am seidnen Faden hängt und des Opfers Bürde trägt - weil das Leben sie mit...
auf einer alten tastatur verbleibt vom schreiber manche spur mit DNA das weiß man ja drum schreibt man den erpresserbrief will man verhindern es geht schief mit zeitungsschnipseln sieht besser aus auch als zu tipseln doch ist man steuerhinterzieher erregt...
Im Spiegelbild fließen Tränen, bis Morgens dann das Rollo kracht. Sie schwinden mit dem Sehnen, wie im Tage dann die Nacht. Ich such und such, doch scheint es fort, als läg’s mir fern, was einst so nah. Ich habe Angst, es bleibt auch dort, wenn man so...
Die Bonzen haben feinen Zwirn, die Dummen haben nichts im Hirn, dem Hasenfuß fehlt zum Bieten Stirn, den Seriösen kann nichts verwirr’n, dem Säufer, ihm fehlt meist das Bier, dem Egoisten fehlt kein wir, dem Freier fehlen daheim Triebe, der Nutte fehlt...
Ich herrsche längst im Reich des Worts, sagt ein Gedichteleve, und treibet es wer andernorts nenn ich ihn Klenereve. Dies Wort erschuf ich grad auf meinem hohen Turme. Wie ist die Welt mir klein und fad, in geistentleertem Sturme. Und find ich auf der...