jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Suzanne Suzanne nimmt dich mit an ihren Platz nah am Flusse Du kannst die Schiffe fahren hören Du kannst die Nacht bei ihr verbringen. Und du weißt, sie ist halb verrückt Grad deshalb willst du bleiben Und sie gibt Orangen dir und Tee Der weither aus...
So lange keiner Frieden schließt - stellt sich die Gefahr doch dar dass kalte Kriege heiß noch schießt - wer bis dahin Verlierer war. So lange keiner Frieden schließt - ist und bleibt doch die Gefahr dass antwortend auf Sieger schießt - wer als Verlierer...
Macht’s nicht schönsten Sinn im Leben, wenn wir an andre denken? Sich der Liebe hinzugeben, was man heut nennt „sich verschenken“? Ist’s nicht so, mit den Steinen, die in den Fluten Felsen bleiben, (entspringend auch in fernem Weinen) dass sie sich zuerst...
Horch, wer lauscht von draußen rein, via Handy, Internet? Wird wohl der Geheimdienst sein, aalglatt und adrett. Ist es heut die NSA: unter Freunden tut man’s nicht! Oder nur der BND – Hohn lacht ins Gesicht. Dank Herrn Snowden kam es raus, das Begreifen...
Alles unter Kontrolle in diesem Krieg der Lügen, der Scheinwelt, der inszenierten Wirklichkeit, der konstruierten Schreckensbilder eines imaginierten Feindes. Die Medienfront hält stand. Wo Grenzen zwischen Realität und Lüge zur journalistischen Freiheit...
Vom Baum fallen getrocknete Erfahrungen der vergangenen warmen Zeiten, um den auf fruchtbaren Boden gierigen Keimen Schutz vor der Zeit der Eiskönigin zu bieten. Stürme ersticken beim Gelächter über solchen naiven Übermut. Wenn der Baum im Jahresringereichtum...
Auf einem Berg von Kohle und Öl saß ein Wesen mit Ansätzen von Intelligenz stolz eine hitzebeständige nicht brennbare Couch entwickelt zu haben auf eben dieser und zündete den Berg an damit ihm warm werde Dem Wesen oder dem Berg fragte ein Sprachwissenschaftler...
Gefragt warum er täglich ein Gedicht schriebe da käme doch sicher viel Mist heraus antwortete er er halte es wie ein Gärtner alltäglich werfe er Pflanzenreste auf seinen Komposthaufen später wende er den zu sehen was zu verwenden sei als Boden für gute...
Hier stehe ich nun, ich armer Wurm. Ich folgte dir raus in den Sturm, ich sehe mich um, suche dich. Ich suche und suche. An für sich. War da was? Was zu machen? Es erinnert mich ein Lachen. Ich höre Schreie in Vergangenheit, die Toten der vergangenen...
Ohnmacht des späten Tags. Hinter den Häusern, unterm sinkenden Horizont, zersplittert das Licht. Schatten lautloser Schritte. Die Nacht stürzt, Erdenkühle in Armen, auf des Molochs Dächer. Ich sah einen blinden Mann, er trug eine tote Taube in Händen...
die welt ist virtuell und voller übergänge alles ist da buchungen anstatt brieftasche konkurrenzlos kreativ wünsche kennen die du selbst erst erkennen wirst eine welt die deine bedürfnisse befriedigt indem sie sie lenkt und sie will doch nur dein konto...
Ich sehe bunte Lichter höre Jubelschreie eine Kasse klingelt als ob niemand merkte in diesem Karrussell sind wir schon lange keine Fahrgäste mehr sondern nur noch ein Teil der Maschine Spätestens beim letzten leeren Blick in die Stille wenn wir bremsen...
Ach Mensch glaubst du wirklich zu fliegen mit den Armen rudernd die Geldschlinge um den Hals vom wackelnden Thron bereit dich in dein endgültiges Schicksal zu stürzen? Nur weil der Boden der Tatsachen unter dir verschwindet und du erkennst du wirst auf...
Was fasziniert an einem Clown? Ist es die Maske voller Albernheit? Ist´s nur, man kann ihn nicht durchschau´n; allzeit scheint er zum Spaß bereit? Wir sind begeistert, wenn wir Masken sehn, wir kaufen Polikasterworte. Es scheint, wir wollten nicht versteh´n,...
Du siehst zwei Hasen einer hasiger als der andere? Du siehst zwei Pferde eines pferdiger als das andere? Du siehst zwei Schweine eines schweinischer als das andere? Du siehst zwei Menschen von denen einer menschlicher ist als der Nächste wären wir so...
wie oft konnte ich die wahrheit schon hören das wichtigste sei es dieser zeit wie oft hörte ich mich so schon schwören zu mir selbst die ehrlichkeit wie oft sagte ich schon nie und nimmer und dachte sähst genauer du hin dann wüsstest du es ist viel schlimmer...
Das hat zum Glück uns noch gefehlt: ein Schloss aus Urgroßväters Zeiten! Berlin ist happy und beseelt – trotz Unterschleif und Spendenpleiten. Da stand mal was. Wer weiß es noch? Jetzt will das einfach keiner wissen. Dann gähnte da ein tiefes Loch – was...
In bittrer Kälte leerer Räume verwachsen Äste junger Bäume ohne Sonne, die sie jemals säume in harten Enden kahler Träume Des zarten Pflänzchens ganzer Glanze er tropft getaut in Perlen ab von der Spitz’ der kalten Lanze sinken Tränen in ihr nasses Grab...
Warum den letzten Euro, den ich habe so brennend sie sich int’ressieren den Buchmachern zur milden Gabe in die Quote investieren? Weil die Wetten schlechter stehen? Sie sich gerne echauffieren? Der Rest der Welt kann schwarz gern sehen, ich gehe weiter...
Wenn Worte und Gedanken durch Stift und Papier auf ihrem Weg durch uns zum Ziel werden, weil wir nicht gefangen bleiben in Blicken die nicht weiter reichen als das Auge sieht. Wenn der Traum wahr werdend ist der dich durch den Horizont erweiternd weg...
Gesprochen hat er. Mit dem Stein, den vielfachen Sedimenten der Erde. Die Sprache des Steins. Und der Nachdenkliche verstand, formte Skulpturen von menschlicher Größe, das eigne Herz schlug im Stein. In den Rauch der Schattenjahre sank die Hand, Jahre...
Der ferne Stern der nur eine Nummer und keinen Namen hat, lässt sich von einem Planeten der Klasse M begleiten. Viele Millionen unserer Jahre dauerte auch dort eine Evolution zu einen Wesen, dass sich selbst einen Namen gab, den ein guter Sprachcomputer...
Es kommt mir vor durch manches Wort schimmert alte Handschrift dort! Als ob alten Meisters Feder Schillert die vor mir kunstvoll tinten-killer-t! Ich fühle lange Arme mich umschlingen kalten Hauch hindurch mich dringen; frage mich: Wird mich verschonen...
Wenn wir statt Hände ringen einsetzen was wir haben die PS auf Straßen bringen weil wir nutzen unsre Gaben - wenn von Stoßstange bis Motorhaube sich im Gedicht vereinigt die Denker von Felgen bis zur letzten Schraube, Reifen, Muttern, Sitze, Lenker, von...
Sie dichtet nicht mehr, sie dichtet nicht mehr; ihr lyrischer Beutel ist trocken und leer. Sie lässt dem Leben seinen Lauf, hält sich nicht mehr an seinen Tücken auf. Selbst ihr poetisches Grinsen ging längst in die Binsen, und von spitzzüngigen Reimen...