jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
Hab ich das gestern schon geschrieben, das Bild, von Fantasie längst durchgekaut? Als sagten täglich wir, dass wir uns lieben, und wüssten, diese Liebe ist auf Sand gebaut? Wir sind nicht alle Tage Recken, selbst gäben wir uns täglich restlos hin. Trotzdem...
Hinter einer Weide Zweige wohnt der Hase mit dem Weibe, fand wohl keine andre Bleibe, kriegt schon langsam eine Scheibe, immer nur am gleichen Leibe, nämlich dem von seinem Weibe rumzuschnuffeln, ist ihm Leide, möchte lieber wieder beide, Hasenfrau und...
Mit geschlossenen Augen steh’n wir da, in uns ein Bild von ‘ner besseren Welt; wie wir kämpfen mit ‘nem Stein in der Hand, um sie zu erreichen; uns Wärme abgeben, wenn Schnee niederfällt. Saßen am Feuer, wo wir uns gewärmt, gemeinsam gesungen gar manches...
Sieh an! Sieh an! Herr Capitano! Wie geht’s? Wie steht’s? Alles Piano? Ich hab mich um den Kahn gekümmert, manches dabei wohl auch zertrümmert. Mit meiner letzten Weste, keine weiße! Schrubbt ich die Friedenstaubenscheiße die’s auf Erden hier vom Himmel...
Wo gibt es einen Neuanfang? Keinen, schon vom Leben krank? Ohne Ordnung, fest gefügt, die ein jedes Ausscher´n rügt? Was auch immer du erfasst, ist systemisch eingepasst in den Pisaturm der Macht, der auf dir zusammenkracht, ziehst ein Steinchen du heraus....
Ich habe mir Lucky gebraten. Nun liege ich satt in meinem Bett. Saufen müsste ich dürfen. Ich würde meinen Schlaf gegen einen neuen Computer eintauschen. An den Tasten bin ich Herr. Ich bin ja sowieso dehydriert, weil der Blitz im falschen Moment einschlug....
Was ist nur grad fürn schlechter Tag, dass ich erst mich, dann dich nicht mag, dann auch die Menschen dieser Welt sowie, soweit´s nicht meins ist, Geld. Bin wohl nicht richtig aufgestanden, musst hart auf meiner Schnauze landen. Da gibt es eine Lösung...
Ich glaube, man nennt es auch Liebe, doch sind der Antrieb unsre Triebe. Jedenfalls hat es mich erwischt, was mich wie’n Jungbrunnen erfrischt. Er ist auf jeden Fall der Beste, ich pfeife auf die armen Reste. Er oder keiner soll es sein, die Andern mögen...
Ich schreibe besser kein Sonett. Das wär so formvollendet nett. Man nennt mich meist Sozialschmarotzer, Penner, Assi, Alki, Kotzer. Ich fress euch euren Wohlstand weg wie eine Made tief im Speck. Ich sehe zu verkommen aus für euer edles Herrenhaus. Doch...
Es fegt durch die Stadt, um den Turm die erste Bö vom Wintersturm auf den der Glöckner wartet nun vom letzten Stündlein kund zu tun. Die Straßen sind Menschenverlassen ins Heimatgemäuer fliehen die Massen nur mancher irrt umher vergebens suchend nach...
der schlüssel ist am bund du kennst ihn ja ich habe die tür erreicht meine finger zittern es sind so viele schlüssel am ring nur wo ist der richtige nöch einmal diesmal am anhänger beginnen ich werde beobachtet der lange gang ist ein laufband es zieht...
grüne weihnacht versprach klimawandel mit Outdoorkuschelgraden fröhlich frostfrei winter light genießen schneemänner im hochlandliebhabererlebnispark mensch hast du gut gemacht ewiger frühling lockt blütenträume in ungewohnte monde dann doch das große...
Er meldet sich sonst täglich. Doch heute – keine Spur … Sein Schweigen – unerträglich! Nervös schaut sie zur Uhr und öffnet alle Fenster, hält Ausschau. Was ist los? Die kleinen Angstgespenster im Herzen werden groß. Sie kann nicht ewig warten, allmählich...
Für Sonntagmittag um halb zwei, so muss ich nun berichten, da hatte ich fest eingeplant das Reimen von Gedichten. Geplant warn vier dreiversig, nett, geschafft in einer Stunde. Zwei traurig, eines kämpferisch und eins für frohe Runde. Nun sitz ich hier...
Ich friere so, ich fühl mich krank, hab nur noch wenig Kerosin im Tank - Ich bin so ungeheuer nah dem Grab, und höbe doch so gern wie früher ab. Die Liebe bringe ich nur theoretisch; allein bei Vollmond schnarche ich poetisch. Du willst aus Tradition...
Ich stehe auf dem Balkone, ich fühle mich so frei. Da unten ziehn Demonstranten in langem Zuge vorbei. Wofür die demonstrieren, ist mir ganz einerlei. Die lieben wohl Asylanten, ich mag doch die Ausländer auch. Natürlich nur weit in der Ferne, nicht nah...
Ein neues Lied, ein besseres Lied, oh Freunde wollt er uns singen, doch konnte nach ihm das deutsche Geld der Welt viele Kriege noch bringen. Vergessen wir seine Hoffnung nicht, den Wechsel einzulösen. Es ist eine Welt, wie sie heut keiner kennt, aufzubauen,...
doch wir kennen uns mit namen lächeln uns erkennend zu und verstreuen höflichkeiten gehen weiter dann ist ruh doch wir fühlen tiefe liebe zu dem mitmensch namens Ich doch selbst dieser spürt die tritte die gefühle winterlich. nein das ist doch nichts...
Getragen auf den Traumschwingen des Eichelhähers im wilden Flug entstand der Wildvogel -Clan: Nahe der Stadt da stehen die Wagen, die hohen Mauern schützen sie nicht, doch sie schließen sie auch nicht ein. Von Ort zu Ort, von Land zu Lande; immer auf...
warum rufst du nicht einfach die feuerwehr schreien die uniformierten gaffer vom strassenrand wenn ich durch mein brennendes dach luge um nach luft zu schnappen die seien längst da um brände zu legen sagte man mir sie schreien arschloch ich sage danke...
Wie kommt man zur Nettiquette, ohne zu nettiquittieren, wie wird Oppurtuner opportun ohne zu oppurtunieren? Es erscheinen heute, wie Etikette, Worte, die kein Wort verlieren, über ihr wieso, weshalb und warum. Nun sind sie eben da. Und Zieren. Wenn Verben...
Kehre gedanklich doch zurück! Vergiss dies Zwischenstück! Was man dir gab und stahl! Mach es dir nicht zur Qual! Ich sage dir: Du bist wichtig und machst so vieles richtig - deshalb: Von nun an, jedes Mal, lass zu wählen dir die Wahl! Begreif als richtig,...
ICH ICH UNTERHALTE ICH UNTERHALTE MICH “ICH UNTERHALTE MICH mit dir, um dir etwas zu erklären.” Egal, was du in dieser UNTERHALTUNG sagen wirst es wird höchstens richtig, nicht aber wahr sein. Denn du sprichst was du glaubst zu anderen zu sagen nach dir....
Ich habe die Berührungen eines Menschen der mich liebt nie gemisst als ich mich in den Nächten suhlte mich verabschiedet mit einem Biss in den Nacken wie ein Löwe der sich entweder um Beute kümmert oder seine Brut der Taxifahrer wusste immer den Weg und...
Eins muss man ihr lassen: Sie war ein verdammt zähes Aas. Trotz lahmer Beine schaffte sie es die letzten hundert Meter zum Kiosk für ein paar Bier. Morgens wenn sie zum Frühschoppen in ihrer Küche saß vergaß sie ihr Bier und köpfte die nächste Flasche...