jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
gladiatoren in der wortarena schlagen sich um die wahrheit das sprachlos gemachte publikum feiert die härtesten hiebe was wahrheit war ist längst zerlegt in euro dollar rubel und andere währungen notdürftig verborgen hinter dem schild meiner worterei...
Hier steh ich liegend nun. Auf deiner Matte und umklammere fest, was ich nie hatte. Auf der Suche im Nichts. Irgendwo verloren; dem Heimweh nach, mit dem ich geboren, zwischen Ona-NIE-gestöhne, Rumgequäle, zwischen Bluttrockengeföhne, Weitgefehle, zwischen...
Und Gott gedachte seine Schöpfung zu prüfen. Also fragte er Eva, mit welchem Vogel sie sich denn am ehesten identifiziere. Als sie aber antwortete, mit einem Schwan, floh er vor der Vorstellung, sie als Leda berühren zu müssen. Als Adam auf dieselbe Frage...
Drei, zwei, eins. Alles ist meins. Akten ab ins Feuer. Ich zahl nichts gern als Steuer. Ich fühle mich bestärkt, wenn keiner es bemerkt. Ich kauf mir die Beamten mit Partys in Southampton. Und auch im Steuerknast wird euer Geld verprasst. Geht weiter...
Es ist ein Bischof A PRIORI von jeder weltlich Sünde frei, ja, ganz egal, was es auch sei. Manch Jüngling lernt´ beim Flötenspiel bei seinem Oberhirten viel. Meist wurd´ darüber spät berichtet und auch der Hirte nicht gerichtet. Jedoch war solches Gürteltun...
Als Wilhelm der Erste der Normanne auch der Eroberer genannt sich hatte zum König von England krönen lassen bemängelte er dass die Angelsachsen ein zu wenig zum Frieden neigendes Völkchen seien sie schienen nichts Anderes im Kopf zu haben als die Vertreibung...
Keine weiße Friedenstaube fliegt mehr übers Land Dass wir gerne Frieden hätten, ist ja gut bekannt. Drohnen fliegen, Weltkriegsboten, allen sag es hier: Die am Krieg so gut verdienen, das sind doch nicht wir. Flugzeugträger, Tod auf Wasser, über Berg...
Im alten Wald dort stand ein Baum und seine Eicheln lagen kaum da kam herbei das wilde Schwein und haute sich die Eicheln rein Im Laufe von vielen Jahren Tiere und Pflanzen waren im alten Walde ungestört bis der Mensch kam, der empört zuerst erlegte wildes...
Mit Fünfzig, Alter, kannst du dich begraben, bei deinem Arbeitsamt zählst du nicht mehr, da läufst du nur als Kunde nebenher. Tu doch verdammt noch mal nicht so erhaben. Wer fünfzig ist mit ersten grauen Haaren, der pfeift für die schon auf dem letzten...
Und so läuft er schon seit Stunden immer neue Stadienrunden hoffend auf den großen Preis stur im Kreis. Und so zieht er seine Bahn immer in demselben Wahn, er sieht aus, weil nicht so fern, wie ein Stern. Ach, wie man den Läufer lobt, hat bis heut noch...
Der Winter hält Einzug in kalten Straßen, die ersten Menschen, die schon streuen, scheinen, als ob sie die Freude vergaßen, wenn sie sich über das Ergebnis freuen. So verstreuen sie, was ihnen geblieben, den salzigen Rest getrockneter Tränen, eingesackt...
In die Stille lauschen. Inne werden, was Leben heißt, wie groß es sein kann. Und wie klein, wie zermürbend. Die Angst treibt dich ins Schneckenhaus, zur Flucht ins Private, in die Hölle des einsamen Verächters. Allein unter den Vielen, den Übergangenen...
Tage gibt es, da will nichts gelingen. Da möchtest du heulen, im Trauerchor singen. Du hast das Gefühl, alles ist wie verhext, dein Tagebuch mit Teufeln bekleckst. Du fährst aus der Haut – dabei hast du nur eine. Du fühlst dich im dichten Gedränge alleine....
Ich weiß nicht, ob du an Zeiten dachtest, als wir noch nicht ahnten, wie sehr Menschen schweigen können, dass sie die Sprache der Wände verstehen. Wir lauschten in die Berliner Nacht, nichts Wichtigeres gab es für uns. An der Zimmerdecke kreiste das Licht...
Mir hängt der Ketchup längst zum Hals heraus Ich will des eignen Frühlings grüne Farben kosten Ich sehe wintergrau und ziemlich traurig aus und lass mich doch so ungern frosten Ob wohl die Ostereier sich von selbst verstecken Seit Wochen locken sie die...
Hier um mein Grab versammelnd sich da redet man von meinem Sterben ich ruf ihnen zu: „Nein! Hier bin ich“ „zum Glück muss keiner erben“, sie steh'n in Unterhemd und Turnhosen keiner wirkt hier wirklich traurig, es fliegt der Dreck, es fliegen Rosen, die...
Es hat schon manche Fahne besudelt, war sie vorbemalt Einheitssymbole hat im Wahne man zumeist teuer bezahlt Es hat jedoch Sinn gleichwohl sieht man sich in Gedanken stehen zu seiner Farbe, seinem Symbol die im gespürten Winde wehen Könnt ihr sie nicht...
Kannst du sehen wie diese Melodie mich tanzen lässt kannst du sehen wie dieser Text mich weinen lässt Melodie mich weinen lässt Text mich tanzen lässt kannst du es hören jeder Ton von vorn bis in die Tiefen meiner Seele schneidet er einfach alles entzwei...
könnt ich nur fliegen dorthin wo mein schrei nicht stört oder eine straße sein durch den wald alle enden reichen ins meer zufriedener menschen oder ein gerader nagel in einem fertigen haus oder der hammer der ihn einschlägt nur nicht ich mir wachsen schwingen...
Land, da du vor mir liegst, türmegespornt, Äcker inmitten, hoch in der Frucht – mit dir trag ich Jahrtausendlast. Schuld zahlt immer der andere. Epitaphe, kündend von eisernen Siegen, Opferkränze. Lobet den Allmächtigen. Schweigen, es tönt in mir das...
Aus Angst! Aus Angst! Liegt er vor uns da, den keiner kennt doch jeder sah; stirbt allein, verlassen, unerkannt den Junkietod am Straßenrand. Das Letzte was er für sich dachte: Wie laut man wohl noch nach ihm lachte? Denn der hinter ihm vor’m Abgrund...
Überall hast du dich eingenistet, finde dich in Schränken und an Türen. Habe dich dank Sonne überlistet, kann dich jetzt der Spuren überführen. Deine Tapsen sind in allen Ecken, werd` mit Fensterputzen dich erschrecken. Sonnenfinger weisen an die Decken,...
damals entschlief glücklich mein hamster mir entsprang ein salzbach und hinterließ karst alltäglich sprudeln unversiegbare quellen zehntausendender hamsterloser kinder weil sie nicht verstehen was mit ihren eltern ist wie sagen wir ihnen sie verhungerten...
Was hatte ich in diesem Jahr nach einem Augenblick für Verliebte Gedanken ich designte dir die schönsten Kleider wie schön zog ich sie dir in Gedanken wieder aus was hatte ich sie in Gedanken diese Wahnsinnsfrau. Warum kommst du wieder und der eine Augenblick...
Ich müsste von meinen Gedichten und noch nicht geschriebnen Geschichten am besten die meisten vernichten - sie sind wirklich Scheiß, ich weiß. Doch ganz genau diese Sachen muss ich, weil ich ich bin, machen, getrieben vom Wind wie ein Drachen - jedes...