Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen

Werbung

"erwartung" (Liebesgedichte)

manchmal lieg ich in der wanne
träum hinein mir eine anne
manchmal lese ich voll sorgen
über annen und das morgen

reicht das glück mir seine hände
wach ich auf vorm happy ende
freut mich manchmal badeschaum
spaßt die grippe nachher kaum

und ich singe und ich lache
wenn ich was zu essen mache
und erfreu mich an der ruh
zähl die stunden bald kommst du
einmal angenommen
du verstehst mich nicht
wie gut ich das verstehe

einmal angenommen
du findest mich hässlich
so viele spiegel sagen das

einmal angenommen
du bist einsam
ich will dir nichts unterstellen

warum lauschst du nicht
mit geschlossenen augen
dem gesang meiner kuppen
an den wurzeln deiner härchen?
die wohnung roch nach altem fett
die kleidung trug er nicht adrett
der erste eindruck schien verpatzt
sie war ganz fürchterlich vergnatzt
sie hätt sichs anders vorgestellt
das mannsstück ihrer zukunftswelt

sie suchte nur den grund zu gehn
er schien so hilflos rumzustehn
komm mit ins grüne rutschts ihr aus
nimm meine hand du dummer klaus
das war nicht was sie sagen wollte
weshalb sie mit sich selber grollte
doch nur ein kleines wegesstück
dann blieb der alltagsfrust zurück
wer weiß warum sie sich besonnen
lang lag zurück die zeit der wonnen 

die liebe hat sie spät erfahren
im rest von ihren lebensjahren
als sie von schritt zu schritt erweckt
was er zuvor voll angst versteckt


wärest du
eine rose
lieblich lockend
mit duft für honigbienen
der regen draußen
wäre dir
labsal


mein röschen
warum
stinkt dieser regen dich an
soll dich mein rüssel
nicht nach nektar suchend
netzen
das wetter ist gerade richtig
dafür 

 

 

vom oktopussieren


so knochig und steif ja das sind meine
sich um deinen körper windenden beine
wie mühsam umklammre ich dich
bereit
für den augenblick der eins-samkeit


ach hätten wir nur der arme acht 
ineinander verschlungen in solcher nacht
dass von außen man nur noch sehen kann
eine glühende kugel im ozean


du aber sähst uns im salzwasserschmutz
glubschäugig mich und im fluchttintenschutz
denn wo gäbe es solche orgasmusse
für saugnapfbenarbte oktopusse
der satz
das etwas gar nicht geht
auf meinen zetteln
zwar nicht steht
denn meine welt
ist voll geschichten
die drängen förmlich
nach gedichten

nur du
kommst derart mir archaisch
da bleibts mir stecken
ganz prosaisch
du jagst in mir den dichter fort
drum lass ich dir das letzte wort
zum letzten mal
gebe ich dir
recht
 

meinen computer
verfluchte ich fast so oft
wie dich
wenn du da warst

die versöhnung mit dir
danach
war zwar viel inniger


dir aber konnte ich
kein programm installieren
spielstärke anfänger


wenn ich merke
du lässt mich gewinnen
habe ich verloren 
wie du

 


wenn der monitor
dein design vergangener zeiten
präsentiert
ziehe ich den tower
zwischen meine
ausgebreiteten arme


im gesang eines
ruhelos ruhe verbreitenden
ventilators
verströme ich mich
an ein stück
wärme


das programm billigt uns
kompatibilitätskoeffizient
fünfundvierzigkommasiebenundzwanzig zu


sollten wir uns einmal
begegnen
überschreiben wir ihn
mit
liebe
in prozent

dein abschied

schwängerte mich mit

traurig schönen melodien

unglücklich darüber

bin ich nicht

aber

im zehnten monat

komm wieder

gegen den wind

so muss ich leben

was soll ich es preisen

oder beweisen

so bin ich eben

 

brauchst du eine hand

hör auf sie zu falten

und gib mir die chance

dich festzuhalten

 

wie soll ichs wissen

wenn du nicht fragst
die verborgenen wünsche

mir nicht offen sagst

 

diese eine nacht

ist verletzten gemacht

in ihrem schmerz

also komm bitte komm

und brich mir das herz

wenn ich dir wieder begegne

wie viele tode

wirst du gestorben sein

und wie viel mal

wieder geboren

als dein DU nummer n

und andere haben

dir den klaps

auf den nackten gegeben

damit du ja ja schriest

zu etwas was du

erst danach sehen solltest

 

ich

bin natürlich

derselbe geblieben

weil ich nur gleich einer schlange

juckende häute abstreifte

doch dein blick fragt

wie viele tode

ich wohl gestorben sei

und wie viel mal

wieder geboren …

 

jedes mal

wenn ich in

eine neue welt

hinaus getrieben war

war da ein helfer

der mich wehrlosen

beklatschte

bis ich schrie

 

warum kann ich nicht

in deine welt

mit lederhosen kommen?

 

ich schriee freiwillig

ich will

und hätte

nicht mehr

diesen schmerz

 

so grau war der frosch
und um ihn herum
strahlend schöne grüne
und er suchte morast
als versteck für sich
und des sängers verborgene bühne
so blind war die fröschin
und er sang so schön

quak
und die mücken sie tanzten
und zu end war der tag
als sie rief

ich seh deine farben
wahre farben

ungelogen
deshalb lieb ich dich
so schön wie du bist
du gleichst dem regenbogen
der mich

oh ich hoff

jeden tag begrüßt

also hat er ihr mücken
in schmackhaften stücken
auf die zärtliche zunge geküsst
und als kaulquappen schwammen
da konnten sie sehen
es gibt nicht nur grüne frösche am teich
und das ist so leicht zu verstehen

 

Der Philosoph kann es nicht fassen:
Xanthippe will ihn glatt verlassen.
Er lächelt nach dem Abschied stumm;
Da dreht das Weib sich zögernd um.

Die Arme wedeln unentwegt.
„Ich“, sagt sie, „habs mir überlegt.
Vielleicht ists besser, dass ich bliebe
nach so viel Jahren voller Liebe.“

Was packt den Sokrates der Schreck.
Die ganze schöne Hoffnung weg.
Nur schüchtern wendet er noch ein,
hofft kaum noch auf das Einsamsein:

„Du möchtest lieber mich behalten
trotz meiner Runzeln, Macken, Falten?
Dich mit mir streiten, dann und wann,
obwohl ich oft nicht richtig kann?

Du möchtest mich für alles haben,
dich an mir weich wie knorrig laben.
Hast, was du tatst, mir längst vergeben?
Willst du denn ewig an mir kleben?

… dir widersprechen?! ... Nie im Leben!“

noch immer möcht´ manchmal ich reimen auf rosen
rechtzeitig stopp ich 
das geht in die hosen
 

ich lausche so gerne himmlischen klängen
der flöte des pan mit schmelzgesängen
krampfhaft beschwör ich dein früh´res gesicht
doch schöne reime erweckt mir das nicht
 

wann habe ich nur den glauben verloren
bin innerlich glühend zitternd erfroren
heut ist mein ohr schon längst nicht mehr offen
für melodisches träumen und schluchzendes hoffen
 

noch fehlt mir das wort
das wort für nie
kommt es spanisch mir vor oder cheerokee
doch klingt mir der laut schon nicht mehr so fremd
ein herz taut nicht auf ohne flecken aufs hemd
 

nachdem ich des frustes genug abgelassen
wird  endlich es zeit, den tag anzufassen

wie wenig ist 
das wort warum 
manchmal
schwappt
die regentonne über
dein schweißender körper 
taucht ein
in vom dach gefallene
wolken
ohne aroma
aus der flasche

 

mit langem holz
hülfe ich dir
grinde vergangener male
von deiner back
zu bürsten

traurige blaue fenster
geschlossen
für leuchtende sterne
 

riesenvögel
schwingen nieder
meine augen
bedeckt schatten
 

selbst dein irrlicht
erhellte
meinen sumpf



wir alle
sind inseln
felsen im ozean

manchmal
reiten sirenen
auf unserem
sonnigen punkt

dann kuschelt sich
strandgut
an unsere
grindige haut
bevor die flut
alles fortspült 

später
nennen wir es

liebe

 

Drachen bin ich,
Drachen
aus verloren gegangener Zeit.
Immer ein Kopf säuft Wasser,

ein andrer Feuer speit.

 
Wird ein Haupt abgeschlagen,
wachsen zwei neue wieder nach.
So strecke ich die Hälse
und bleibe zaudernd stehen,
an Seen,
tausendfach.
 

Welch Kopf du auch mir strichest,
grad der war meist verkehrt
mal hast du meine Flammen,
mal ich dein Nass entbehrt.
 

Ach, bade dich doch endlich
voll Lust
in meinem Blut,
aber bitte blattfrei nackt;
für dich
wird es dann gut

(aus

(für B.K.)

Ich danke dir
für den Staub
vom Stein auf deiner Schulter,
den ich ein Stück
getragen.
 

Ich danke dir
für die Melodie
der Mundharmonika,
die Mauern um mich
schmolz.
 

Ich danke dir
für die Brille,
die du meinem Herzen angepasst,
damit es sehen konnte
wie deins.
 

Ich danke dir
für den Fensterplatz
in deinem Lebensbummelzug,
den du mir
eingeräumt.
 

Draußen stand ich,
putzte die Brille und rief
meinen Blindenhund.

 

Mit dem Kopf voller Lieder
suchte ich
deine singenden Gleise.
Gefunden habe ich
Kopfsteinstraßen.

 
In offene Knie
drang
zurück gebliebener Staub
und siehe:
sie heilten schneller.

was ich
für mich tue
ist
für dich getan
 

für dich
kann ich nur
das lied singen
das unser
wir
weckt

in kühlen stunden voll mit vagem wissen
will ich dein bild mir wärmen und dich küssen.
stumm ruf ich dich und greif nach deiner hand
durch meine finger rieselt kalter sand
wie weht der wind auf zungenland

von früher sonne noch gebräunt
leg ich wenn rot den himmel zäunt
den alten warmen mantel ab
und blumen auf des lächelns grab
das ich bei deinen augen fand.
der wind verweht mein zungenland

wenn angst mir meine haut versengt
und alles ist mit tränen vollgehängt
vom dauerregen blatt um blatt
dann tanzen reime mich zum abend matt
die alle ich für dich nur fand
was weiß der wind vom zungenland

 

sie war das gold in meinem munde
in jener einsamen morgenstunde
sie wäre der tag das hab ich gedacht
und ich die geisterstundennacht

im bett neben mir da hat sie gelegen
ihr flüstern komm nimm mich kam zart mir entgegen
weil ich jemand brauchte einfach so sehr
da tat ich das falsche und noch etwas mehr

sie trug meine worte und ich ihren klang
ich war das klavier für ihren gesang
es hat sich alles für mich nicht gelohnt
sie war eine sonne und ich nur ihr mond

und ist sie millionen minuten auch alt
auf der schattigen seite lässt mich das nun kalt
und in der einsamen nacht letzten stunde
dann trinke ich wasser für die leere im munde

ich werfe dir
unser vorgestern nach
was soll ich
noch damit
brat es dir selbst
zusammen mit den
wohlriechenden
trichterlingen
die du für mein
zeitgulasch
gesammelt hast
 

auf meinem trampelpfad
schrecken übermorgen
geschossene stunden
aus dem dickicht
mein gesang wird sie mir
apportieren

ich werfe dir
mein vorgestern nach
was soll ich
noch damit
brat es dir selbst
zusammen mit den
wohlriechenden
trichterlingen
die du für mein
zeitgulasch
gesammelt hast 

auf meinem trampelpfad
ins übermorgen
schrecken
geschossene stunden
aus dem dickicht
mein gesang wird sie mir
apportieren

 

ich renne
in saunarote haut gehüllt

hinaus in ewiges eis
brülle deinen namen
forme ihn
zum ball
rolle ihn
über unschuldige wege
umarme
den fertigen schneemann

im sturm erstarrend
fürchte ich
frühlingshauch



Noch mehr Liebesgedichte





Counter :
Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post