Overblog Folge diesem Blog
Administration Create my blog

Über Dieses Blog

  • : Gedichte des Tages - Slov ant Gali und Gäste
  • Gedichte des Tages - Slov ant Gali und Gäste
  • : jeden Tag neue Gedichte - von Slov ant Gali und Gästen
  • Kontakt

Profil

  • Slov
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
Prosa: "Planet der Pondos" (Rom
  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

geprüft & gespeichert

[?]

Suchmaschinenoptimierung mit Ranking-Hits

germanist   marbach

  Germanistik im Netz - Virtuelle Fachbibliothek Germanistik  

Suchen

Verzeichnisse

frisch gebloggt Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen 
BlogverzeichnisBlog
LinkARENA - Web 2.0 Social Bookmarking Service
Deutsches Blog Verzeichnis
Blog Top Liste - by TopBlogs.deBlogverzeichnis
Add to Technorati FavoritesBlog Button
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.deblog-o-rama.de
Listiger BloganzeigerBloggeramt.de

 

Blogvisor - Toplist für Blogs und Blogverzeichnisse
Blogkatalog
Listinus Toplisten

Listinus Toplisten     

Listinus Toplisten

  Blogverzeichnis Blog Search

Google PageRank Check GdG

 

Lesungen

19. März 2016 6 19 /03 /März /2016 08:07

kein Reqiem

(Für Fritz Teppich)

.

Jung sein

war dir

dich am Stock der Hoffnung aufzurichten

Das Schnitzmesser

für die Skulptur einer neuen Welt

liegt noch immer gut in der Hand,

nachdem du gedacht

SIE KOMMEN NICHT DURCH

aber sie sind durchgekommen

und haben die Probe bestanden

für das Verbrennen der Welt

Du durftest aufatmen:

die Welt

ließ sich nicht verbrennen

noch nicht

.

Jung sein heißt

beginnen

und die neue kleine

spanische Republik

sprach deutsch.

Wie wenig konnte dich der Blick einschüchtern

dieser skeptische

der kommt aber gar nicht aus

dem Osten

wo allein die Sonne aufgeht

.

Eigentlich

hättest du

alt werden können

mit versonnenem Blick

Ich habe meinen Kampf gekämpft

Hier nehmt mein Messer und

schnitzt selbst

Du hast dein Messer

in der Hand behalten

trotz grauem Haar

.

Jung sein heißt

frisch ans Werk

und sie kommen nicht durch sagen

wenn sie wieder durchgekommen sind

dass die Schwachen ihren Frieden machen

mit den Taktstockschwingern

des Marsches

„... und morgen die ganze Welt“

Manchmal bist du

einem jungen Menschen begegnet,

bei dem stelltest du dir vor,

er stiege statt deiner,

also für sich,

in die neuen Schützengräben,

bis wir alle überall

unsere Heimat haben.

Momente

der Freude

für einen Tag mehr

.

So viele Kinder

hast du

und manchmal

singen sie von

Spaniens Sonne

und vielleicht

sind sie mutig genug

deinem Traum

Gestalt zu geben

Es sind noch nicht genug

klingt deine mahnende Stimme nach

Diesen Post teilen

Repost 0
14. Februar 2016 7 14 /02 /Februar /2016 07:54

Wirtschaftsflüchtlinge

.

Es lebte einst ein Mensch

von seinem Stückchen Land

Die Farbe seiner Haut

ist mir nicht mehr bekannt

Sie ist auch ganz egal

geboren ohne Wahl.

.

Gab einst das Stückchen Land

nichts her fürs Zielwort SATT

zog dieser Mensch dorthin

wo Boden Früchte hat

Das Fleisch von einem Tier

war solche Frucht allhier.

.

Das tat halt jeder Mensch

erklärte Stück um Stück

der Erde ganze Haut

als seins und seins war Glück

Dass alles nur geliehn

vergaß er, ´s sei verziehn.

.

Doch manchmal, nicht vergessen,

da nahm sich die Natur

Verliehenes zurück,

beeist es ohne Spur.

Wodurch sich ohne Land

manch Wirtschaftsflüchtling fand.

.

Dann kam der Tag, oh Schreck,

da stand an jedem Fleck

ein Schild „Ist meins,

los schert euch weg“

Nur Panzer ohne Reu´

versetzten Schilder neu.

.

Nun nennt man jeden Menschen,

der überleben will,

Wirtschaftsflüchtling, pfui,

und schösse ihn gern still.

Nur für Nachrichtenquote gut

ists Ersaufen in der Flut.

Diesen Post teilen

Repost 0
31. Januar 2016 7 31 /01 /Januar /2016 07:56

Exil im eigenen Land

.

Zu hause einst

trat ich

für meinen

traumvogel

in die pedale

schob ich

bergauf

erfreute mich

zu wissen um

höher gelegene

mühen der ebene

heute

ersticke ich

in sonderangeboten

glasperlentraumvögel

kann ich

reisen in flüchtlingsland

überall

im kühlen keller

wische ich

vom sattel

staub

mit meiner feder

und fliege

in die zukunft

heim

.

(so überarbeitet eingereicht zur XX. Cita de la Poesia)

Diesen Post teilen

Repost 0
20. August 2015 4 20 /08 /August /2015 07:37

Ausgezeichnet

.

Wer seinerzeit Menschen,

den Brüdern und Schwestern,

erfolgreich half,

ihre Illusion,

hinter der Mauer

erwarte sie

Freiheit, Wohlstand und Geborgenheit,

an der Wirklichkeit zu messen,

erhielt als

FLUCHTHELFER

ein Bundesverdienstkreuz.

Auf der anderen Seite

sprach man von

SCHLEUSERBANDEN.


Sind uns heute

Menschen von anderswo

nicht mehr

Brüder und Schwestern?


Von SCHLEUSERBANDEN

wird noch immer gesprochen.

Den neuen FLUCHTHELFERN

europäische Verdienstkreuze

zu verleien,

überlässt man der

Kunst.

Diesen Post teilen

Repost 0
7. August 2015 5 07 /08 /August /2015 06:05

vielleicht war es

meine Mutter, die viel

"von früher" erzählt hatte,

und FRÜHER bedeutete

ihre Jugend und

ihre Jugend bedeutete

Krieg und Flucht.

dass ich ich als Kind

den Himmel absuchte nach Flugzeugen

und ich stellte mir vor

jenes, das ich da sah,

hätte Napalm geladen,

und ich sah meinen Rücken brennen

und hörte die Stimme

ES HILFT DIR NICHT IN DEN NAHEN SEE ZU SPRINGEN

DU VERBRENNST WEITER

Heute

ist es keine

Fantasie, wenn

da Mütter ihre Kinder

auf ihr künftiges Leben

vorbereiten und das heißt

K R I E G

Heute

wundere ich mich nur

über Leute die brüllen

bleibt zuhause

Diesen Post teilen

Repost 0
16. Juli 2014 3 16 /07 /Juli /2014 11:37

 

 

früher flatterte
seine rote fahne
im wind
und er
sprach von
der überlegenheit
des sozialismus

heute
umklammern
ein schwarzer
und ein goldener streifen
das rot
seiner fahne 

bei grillwurst und bier
wartet er auf
den nächsten fußballtitel
seines überlegenen

deutschlands
im marktwind

damals
waren seine
mainelken
nicht echt

 

 

 

 

 

 

Diesen Post teilen

Repost 0
11. August 2013 7 11 /08 /August /2013 15:14
Welch Großer Gesang
Und die Kordillieren verteilten sein Echo
Und die sich an Händen hielten wurden mehr und mehr
Und sie einte Weg und Ziel sie hatten frei gewählt
Und es schien Frieden mit denen die Krieg atmen 
denn Menschlichsein heißt auch irren.
Die Judasse aber nahmen Silberlinge
Die Generale gehorchten denen die das Geld gaben
Die befahlen tötet alle die ihre Stimme erheben
Die Treuen traf es zuerst
am Tagen als der Tod Allende fand 
Und der Poet dichtete nicht mehr
Und der Sänger sang nicht mehr
Und die Saiten der Gitarre schlug niemand mehr an
Aber im Echo lebte der Große Gesang weiter
Zwischen Schnee und Eis blickt der Gipfel des Cerro El Roble hoffend zum Himmel
denn nie gehört die Ewigkeit den Mördern

Diesen Post teilen

Repost 0
20. März 2012 2 20 /03 /März /2012 13:50

 

 Das Problem des Betonkopfs:

Wenn er anfängt,

Zimmermann zu sein,

fügen sich

noch keine Reime.

 

Wenn wer auf hohe Zäune schaut,

 und hält sie glatt für dauerhaft,

dann hat sein Geist es nicht geschafft

dann sieht er nicht, was viele sehn,

und seine Zeit wird schnell vergehn:

Es wurde morsches Holz verbaut.

Diesen Post teilen

Repost 0
2. September 2011 5 02 /09 /September /2011 19:14

auf befestigtem weg
verstarb
ein fetter frosch
an altersschwäche


baumstümpfe träumen
von irgendwann
aufsprießenden

trieben

 

im haus an der hauptstraße
liegt eine pyramide
abgewetzter koffer 

 im schaufenster

 

wenn es wärmer wird
erzählt ein

hier gebliebener

dann wird alles
lebendig
bis wieder nebelstümpfe
winterschlaf
fröscheln

 

Diesen Post teilen

Repost 0
30. Dezember 2010 4 30 /12 /Dezember /2010 21:57

 

Weltenwandel?



Ihr da oben

kotzt ihn nur ab

euren Scheiß!

Rotzt doch

Tanks voll!



Wir sollen uns

das Alte

vom Leib reißen.

Fort mit

gestrigen

Kloakendüften!



Doch wenn wir schon

duften wollen sollen,

dann nach

Kommunismus.

Diesen Post teilen

Repost 0
18. November 2010 4 18 /11 /November /2010 14:22

 

Prometheus

 

Das Schicksal des Prometheus lehrt,

dass, wer sich wehrt auch viel entbehrt.

Gestraft wird, wer nicht Götter achtet,

solange diese nicht entmachtet.

 

Die sind aus tiefem Herzen schlecht,

voll Rachsucht und auch ungerecht.

Prometheus Leber wird zum Aas,

des Adlers leckrem Tagesfraß.

 

Bis der Rebell im Stillen denkt

dass Klugheit doch das Schicksal lenkt.

 

 

So flüstert er dem alten Wind,

er wisse als Titanenkind,

das wehrlos grad im Felsen hängt,

wie Leberfraß Gefäße engt:

 

Für Vögel sei es ungesund

in jeder hellen Tagesstund.

Sie stürzten bald gealtert ab

und niemand pflegte je ihr Grab.

 

So schafft er es vorauszudenken,

zum Adler seinen Spruch zu lenken.

 

Der aber kann es gar nicht fassen:

Er soll das Alltagsschmausen lassen?

 Ach, bitte Zeus, du hieß´t mich speisen,

kannst du mir einen Ausweg weisen?

 

Der Gott vermag dem Ar zu raten:

Gesund sei Leber gut gebraten.

Und des Titanen Feuerstück

fällt auf ihn selbst als Weh zurück …

 

Jedoch bald wendet sich die Zeit

und der Rebell wird doch befreit.

 

 

Bisher: http://lyrik.over-blog.com/article-slov-ant-gali-prometheus-58900707.html (Tonne)

Diesen Post teilen

Repost 0
16. November 2010 2 16 /11 /November /2010 15:19

 

Wahrheit ...

 

Einst

hatten sie

ihre Wahrheit

gepachtet,

schnell vergessen,

dass sie

sie also nicht

besaßen.

 

Berauscht von dem

was sie in den Händen hielten,

ihrem Wimpel Wahrheit,

vergaßen sie

die fälligen Zinsen,

bis die Eintreiber kamen

mit weniger Wahrheit

aber wahrer Macht.

 

Heute

sitzen sie

im virtuellen Sotheby´s

zwischen Reichtumsvermehrungscomputern

und heben

die Hände

zum Gebot:

 

 Unser Gewissen für

eure Wahrheit!

 

So viele Wahrheiten

auf dem Markt

und keine

wahr

 

http://lyrik.over-blog.com/article-slov-ant-gali-wahrheit-zum-zweiten-zum-dritten-59131929.html

 

Diesen Post teilen

Repost 0
7. September 2010 2 07 /09 /September /2010 16:16

 

 

Sippenhaft

 

als verbrechen
zur last gelegt
in
für

das falsche DEUTSCHLAND

geboren

sorge

morgens wie abends
kinder büßen
strafe fort

 

in eine bessere gesellschaft

ausbrechen?

 

nach so vielen falschen türen
muss endlich
die nächste
richtige sein

Diesen Post teilen

Repost 0
3. September 2010 5 03 /09 /September /2010 08:19

 

 

Musterossi

 

früher hing
seine rote fahne
im wind
und er sprach von
überlegenheit
unseres systems
 

heute
umklammern
ein schwarzer
und ein goldener streifen
das rot
seiner fahne 
 

bei grillwurst und bier
wartet er auf
den nächsten fußballtitel
seines deutschlands
im marktwind
 

schon damals
waren seine
mainelken
nicht echt

 

Diesen Post teilen

Repost 0
13. Juli 2010 2 13 /07 /Juli /2010 15:16

 

 

Rückbau

 

Die Erbauer
unsichtbarer neuer

Mauern
brauchen heute die

die einer alten deutschen

Tote

neu zuzählen.

Wer zählt

die Opfer,

nachdem sie

verschwand?

Diesen Post teilen

Repost 0
21. Juni 2010 1 21 /06 /Juni /2010 17:51

 

Lied mit viel Ende

 

Der Adel einst hat nachgedacht,

wem es seine Erbschaft vermacht.

Es war nutzlos, überflüssig

das Volk seiner überdrüssig.

Doch blieb noch am bösen Ende

in Deutschland ne Dividende.


Der Fortschritt schon lange rief,

nach Menschen, die kreativ

zum Nutzen aller erdenken,

was auch ihnen einen Lohn würde schenken?

Davon blieb leider am bösen Ende

ein paar Erben die Dividende.


Gefordert vom Gewerkschaftssohn

wird für die Arbeit höherer Lohn

anstatt einer Revolution,

die ständ vor der Türe schon.

Was machte ihn weich am Ende?

Ein Zipfel Dividende.


Ein paar Jahre lang dacht´ man, es sei

die Kapitalzeit weltweit vorbei.

Doch vor Weihrauch schien unterdessen

die Freiheit im Kleinen vergessen.

So gab es rücklings eine Wende

Horizont hieß erneut Dividende.


Wolln wirs nicht unser Erde Ende

schaltet ab jene Endlos-Legende

Dividende Dividende Dividende.

Diesen Post teilen

Repost 0
17. Mai 2010 1 17 /05 /Mai /2010 17:22

 

 


Zum 17. Juni (1)

 

 

Ich stell mir manchmal grübelnd vor,

was ich an diesem Tag verlor,

wenn Deutschland einig Vaterland

seit damals schon läg in des Westens Hand,

der meine Heimat untern Nagel sich gerissen

Ich würde heute vieles nicht vermissen.

Ich wüsst ja nicht, wies Leben geht,

wenn Mach mehr Geld nicht über allem steht.

Ich würd als Zeitung gar das BILDchen lesen

und geistig Tag für Tag verwesen.

Ich wäre glücklich, dumm und ohne Fragen

und könnte all dies Chaos leicht ertragen.


In ein soziales Land bin ich hineingeboren

Was daran gut war, ist nun auch verloren.

Was an dem Tag gerettet, war so gut gedacht -

wer hat daraus, was später kam, gemacht...

 

Diesen Post teilen

Repost 0
17. Mai 2010 1 17 /05 /Mai /2010 17:20

 



Zum 17. Juni (2)

 

Du solltest stutzen,

wenn dich Feinde loben,

wirst du von ihnen hoch

auf einen Thron gehoben.

 

Du solltest prüfen,

was du falsch getan,

denn wer Feind dir ist,

siehts als richtig an.

Diesen Post teilen

Repost 0
18. Februar 2010 4 18 /02 /Februar /2010 09:59
 

Aufbegehren

 

Kennst du Anfang, kennst du Ziel,

weißt du wenig weißt du viel?

Kennst du Lenin, kennst du Marx,

schwarze Löcher oder Quarx?


Du willst Glauben, du willst Geld?

So zerstörst du unsre Welt!


Sei doch der, der anders denkt,

seine Fernseh-Ketten sprengt!

Bitte mach die Klappe auf,

steht die Zukunft zum Verkauf!


Wenn du schon den Abgrund siehst,

sei ein Gott, der kräftig niest,

Wer hält da der Welten Lauf

vor der Absturzstelle auf?

Diesen Post teilen

Repost 0
2. Februar 2010 2 02 /02 /Februar /2010 13:07
Spaniens Himmel
 

General Hoffnung

war der beste Kommandant.

Sie gingen freiwillig

an eine verloren

gegebene Front.


Die urteilen

wären nicht

gegangen oder

stellten sich

auf Siegerseite.


Vor dem Weltgewitter

üben sich

erste Wolken

im Wasserwerfen.

Diesen Post teilen

Repost 0
18. Januar 2010 1 18 /01 /Januar /2010 14:36

 

 

atlantis 

 

auch alte

erinnern sich
nicht mehr
der geschichten
in denen
sich klug dünkende
vergeblich wetterten
vermeidet frühere fehler


also läuft
unsere zeit

ab

 

Nach dem Gedicht kann man hier klicken ...

Diesen Post teilen

Repost 0
7. Dezember 2009 1 07 /12 /Dezember /2009 12:55
 

 

sans culottes

 

Einmal schon

die Hosen

ausgepudert.

Einmal schon

entzopft

geträumt, gleich zu sein und

brüderlich

mit der Schwester,

nur Mann blieb sich

lieber selbst

am gleichesten,

und ohne Hosen

hieß also nur

in anderen

Köpfe köpfen und

an Kugeln

das Wort

Freiheit kleben.

Wann wird

der letzte nackte Kaiser

fortgejagt?

 

 

Diesen Post teilen

Repost 0
4. Februar 2009 3 04 /02 /Februar /2009 18:24
veröffentlicht in "worträume":


Slov ant Gali: E xil im eigenen Land 

 

Zu Hause einst

trat ich

für meinen

Traumvogel

in die Pedale.

 

Bergauf schiebend

ahnte ich

die höher gelegene

Ebene.

 

Heute

erstehe ich

Sonderangebote

Flüge ins

Traumvogelland,

erwerbe

Vögel

aus Glasperlen.

 

Vom Rad

im Keller

wische ich

Staub

mit einer Feder.


 

 

 


Counter


 

 

 


 

Diesen Post teilen

Repost 0
31. Dezember 2008 3 31 /12 /Dezember /2008 05:30

Es lebte einst ein Kater still

mit seiner Frau beim Bauern Mill.


War müde er, war ihm mal kalt,


macht mauzend er am Hoftor halt,


schon war die Tür ein Spältchen offen –


stets konnte er aufs Kissen hoffen;


am Herd empfing er leckre Bissen,


wenn er hatt´ Ratten jagen müssen.


Doch Katers allergrößtes Glück,


kam er vom Angeltag zurück:

Er fand die Ruhe einfach toll


und manchmal war sein Eimer voll


mit Fischen allerbester Art,


die schmeckten einfach gut und zart.


Doch einmal hätt ihn, ungelogen,


ein Fisch ihn fast ins Meer gezogen,


Der war nun wirklich nicht ganz ohne,


gewaltig war er und mit Krone.


Der sprach zum Kater ziemlich weise:


„Nach einer endlos langen Reise


geschah mir jetzt das Missgeschick,


dass ich am Haken häng´ ein Stück.


Oh, friss mich nicht, denn ich bin zäh.


Mach bitte los mich, tu nicht weh!


Millionen Fischchen ist’s ein Glück,


wirfst du ins Wasser mich zurück.“



Der Kater folgt dem Wunsch genau,


nur leider schildert er’s der Frau.


„Du bist der allerliebste Mann,


den eine Katze finden kann“,


sagt die zuerst und hätt indessen


die ganze Sache bald vergessen.


Brächt´ nicht ein Regen sie in Nöte,


als Bauer Mill war bei ´ner Fete.


Das hat das Katzentier verdrossen,


dass kalte Schauer sie begossen.




Am Herd beim Trocknen schnurrt sie dann,


den Kater übellaunig an:


„Du fingst den König aller Fische,


gebraten läg´ er auf dem Tische.


Doch nachher frierst du ungesund,


lebst schlechter als der dümmste Hund.


Der hat ne Hütte, warm und trocken,


Und immer einen guten Brocken.


Geh hin zu deinem Wundertier


Mit einem Wunsch von dir und mir.


Ein eignes Häuschen für uns zwei,


ihn das zu bitten, steht dir frei.“




Die Aussicht schien dem Kater Recht,


und Widerstand bekäm ihm schlecht.




„Fischekönig im Kanal,


bist so groß als wie ein Wal.


Ein Wünschlein hätt ich, klein und recht.


Erfüll´ es mir, es wär nicht schlecht.“




Mit diesen Worten trat er dann


ans Ufer des Kanals heran.


Der goldne Fisch erschien sofort


und gab dem Katerchen sein Wort:


„Kater du, du tatst mir Gutes.


Sag, was willst du, frohen Mutes!


Was du hast an reinem Willen,


will ich dir gar gern erfüllen.“




Der Kater rennt erfreut das Stück


zum nahen Bauernhof zurück,


wo nun, wie er zufrieden fand,


die allerschönste Hütte stand,


die Hund und Katze je besessen.


Drin saß sein Weib gerad´ beim Fressen.


„Es geht doch“, lobt sie ihren Mann,


und glücklich leben sie sodann.


Allein verschließt der Bauer Mill


sein Haus jetzt öfter, denn er will


nicht Wärme, Futter, Liebe teilen,


solang´ in eignem Heim sie weilen.


Am schlimmsten wurd´ die Laune dann,


als Kater nichts mehr angeln kann.


Drei Tage ging das nun schon so –


Er wird des Lebens nicht mehr froh.




So faucht die Katze ihren Mann


Mit altbekannten Worten an:


„Du fingst den König aller Fische,


gebraten läg´ er auf dem Tische.


Doch nachher frierst du ungesund,


lebst schlechter als der dümmste Hund.


Der hat doch immer seine Knochen.


Warum soll´n wir nicht Fische kochen?


Geh hin zu deinem Wundertier


mit einem Wunsch von dir und mir.


Magst du an tolle Fische denken,


soll er sie deiner Angel schenken.




Die Aussicht schien dem Kater Recht,


und Widerstand bekäm ihm schlecht.


„Fischekönig im Kanal,


bist so groß als wie ein Wal.


Ein Wünschlein hätt ich, klein und recht,


erfüll´ es mir, es wär´ nicht schlecht ...“


Mit diesen Worten trat er an


das Ufer des Kanals heran.




Der goldne Fisch erscheint sofort


Und gab dem Katerchen sein Wort.


„Was du dir wünschst mit reinem Willen,


das werde ich dir gern erfüllen.“




Aal und Hecht, Forellen achte,


woran auch der Kater dachte,


war sofort im Eimer drin –


war denn das des Angelns Sinn?


Aus war’s mit des Herzens Beben,


Neues war nicht zu erleben.


Als erneut man sie vergessen,


jammert er beim Abendessen:


„Könnte man uns nur verstehen,


würd’s uns sicher besser gehen.“


Knurrt die Katze ihren Mann


mit den alten Worten an:


„Fingst den König aller Fische,


gebraten läg´ er auf dem Tische,


doch du frierst hier ungesund,


schlimmer als der dümmste Hund.


Dass Hunde Menschen gut verstehen,


kann man an ihren Taten sehen.


Geh hin zu deinem Wundertier


Mit einem Wunsch von dir und mir.“




So wünscht´ der dumme Katzenmann,


dass er recht menschlich sprechen kann.


„Kater du, du tatst mir Gutes.


Sag, was willst du, frohen Mutes! ...“




Der Kater geht erfreut nach Haus.


„Wie sieht denn heut der Peter aus“,


der Bauer zu dem Haustier spricht.


Der Kater zieht ihm ein Gesicht.




Nichts war der Katze recht und gut,


und sie entwickelt eitlen Mut,


als sie für kurz allein gelassen,


vermag sie es in Wort´ zu fassen:


„Als Millens Kinder, unbenommen,


wär uns nur Liebes vorgekommen.


Lass – außer andren guten Dingen –


vom Fischlein uns die Kindschaft bringen.




„Fischekönig im Kanal,


bist so groß als wie ein Wal, ...“


Mit Scham erzählt er seinen Spruch –


das Wasser schäumt, und ein Geruch


von ganz besonders übler Sorte


begleitet diese Katerworte.


Allein, es taucht der König auf


Und lässt den Dingen ihren Lauf.




„Kater du, du tatst mir Gutes,


sag, was wünschst du, frohen Mutes?


Was du ersehnst mit reinem Willen,


das werde ich dir gern erfüllen.“





So wuchs Familie Mille hier


um Kinder zwei auf Menschen vier.


Allein, nicht lange ist’s gegangen,


da hat das Streiten angefangen.


„Die Bluse ist zwar eine nette,


wär´ super erst mit einer Kette“,


das Mädchen vor dem Spiegel spricht,


„warum bezahlt ihr sie mir nicht?“




„Dazu fehlt ´s uns an Geld und Macht.“


Das Katzengirl die Türe kracht:


„Ich muss bekommen, was ich will,


und wenn ich spreche, dann schweigt still.“


Sie wurd´ ein ausverschämtes Luder,


und keifend packt sie Mann und Bruder:


„Du fingst den König aller Fische,


gebraten läg´ er auf dem Tische,


doch nachher frier´ ich ungesund,


leb schlechter als ein dummer Hund.


Geh hin zu deinem Wundertier


Mit einem Wunsch von dir und mir:




Ich will beherrschen Mensch und Pferde,


am Ende auch die ganze Erde.


Kann ich euch treten wie ein Hund,


wird mir die Seele schnell gesund.“




„Egal wodurch, das darf ´s nicht geben,


sich über andre zu erheben“,


der Menschenkater sprach ´s, doch ach,


zum Widerstand war er zu schwach.




Er zitterte, als ob er fror,


schwarz war das Wasser wie ein Moor ...


„Mein Weib nicht eher mehr will ruh´n,


bis alle Wesen nur noch tun,


was sie geruhte anzuweisen,


und sie als große Herrin preisen.“




„Was du gehabt an reinem Willen,


ich tat es dir gar gern erfüllen.“


Da war das Fischlein schnell verschwunden.


Nicht Mensch, nicht Kater hat’s gefunden.


So dass ich eingestehen muss,


nicht sicher bin ich mir beim Schluss.


Kater, Katz, wie sie einst waren,


lebten wieder wie vor Jahren?


Oder könnt er anders gehen?



Was gewünscht war, ist geschehen?

Diesen Post teilen

Repost 0
27. November 2008 4 27 /11 /November /2008 05:35

glück ists
im rechten augenblick zu sterben
nicht anzusehen
wie die erste saat zerstört
zuletzt noch fühlen dürfen
was du kannst vererben
und glauben
wem die welt gehört

die zukunft wird so licht
wenn tiefen durchgestanden
die kraft des ich-magneten siegte scheinbar nicht
du sahst den sog des wir den alle fanden
der prägen würde nächster zeit gesicht
das fundament der hoffnung musste halten
es war so vieles neues zu gestalten
und in des vorwärts träumens augenblick
holt unsre erde dich zu sich zurück

ein wicht wie ich ist nur zurück geblieben
und fragt wie kann ich jene menschen lieben
die der geschichte rad nach rückwärts drehten
die leicht zertraten was die deinen säten

doch hoff ich auf noch unentdeckten sinn
dass ich im heute und am leben bin
und ich erleb an meines weges schluss
dass endlich einmal kommt was kommen muss

Diesen Post teilen

Repost 0

Lesetipps

Satirisch-Heiteres:
Wolfgang Reuter
"High-matt-Land"
Rolf Stemmle     
"Der Mensch im Tier"

Petros´ Netz-Lyrik