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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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30. Oktober 2014 4 30 /10 /Oktober /2014 12:07

Vergess ich ihn? Das kann ich nicht.
Vor Augen hab ich sein Gesicht:
Ein Hauch von Wehmut um den Mund,
trotzdem fidel wie'n bunter Hund.

Ich steh am Kochherd stundenlang
und rühr im Topf wie unter Zwang.
Ich steche ein paar Plätzchen aus,
es werden kleine Herzen draus.

Nach Zimt und Nelken riecht die Luft,
erinnert an den süßen Duft
von Grass und Toddy in der Nacht,
die anders ausging als gedacht.

Seh ich ihn wieder, bin ich froh.
Doch traurig bin ich sowieso.
Auch wenn er nah ist, ist er fern,
fast unerreichbar wie ein Stern.

Die letzte Liebe, sie tut weh,
sie ist noch kälter als der Schnee,
der auf den stillen Gräbern liegt
und sich an arme Seelen schmiegt.

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23. September 2014 2 23 /09 /September /2014 07:30
Das Dermaalocyon latouri
im Eozän – memento mori - 
von schlankem Wuchs, mit flinker Tatze,
war Urahn einst von Hund und Katze.

Das Katzenvolk verteilt zwar Hiebe,
doch ist’s geboren für die Liebe.
Bald gab es viele kleine Katzen,
die jagten Mäuseschar und Ratzen.

Vertrieben sie von Feld und Speicher,
die Menschen wurden dadurch reicher.
Begannen’s Kätzchen anzulocken
mit fetter Milch und zarten Brocken.

Und fortan lebten sie gemeinsam,
die Menschen waren nie mehr einsam,
verehrten ihre Lebensretter,
erschufen sogar Katzengötter.

Das Katzenwesen, es ist magisch.
Im Mittelalter war das tragisch.
Kam eine schwarze Katz gelaufen,
fand sie ihr End am Scheiterhaufen.

Nun gab es wieder viele Ratten,
die keine Katzenfeinde hatten.
Der Schwarze Tod ist mitgekommen
hat viele Menschen mitgenommen.

Will lieber alle Katzen ehren
und ihre Freundschaft stets begehren.
Lass mich von diesen Wundertieren
auch gern zu Versen inspirieren.

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13. August 2014 3 13 /08 /August /2014 08:09

Berlin, du bist so zauberhaft,
bist Hip Hop, Techno, Punk.
Ich habe mich in dich vergafft,
du machst mich froh und krank.

Im Club beginnt die große Show
erst kurz vor Mitternacht.
Häng irgendwo im Nirgendwo
bis morgens früh um acht.

Geplänkel, Diskussionen, Drinks
und jede Menge Spaß.
Paar kleine Näschen von dem Dings
und superfeines Gras.

Wie lässig der Berliner ist,
hat stets nen Witz parat, 
selbst wenn er in der Tinte sitzt
in unserm feinen Staat.

Die Hundemeute tollt herum,
will auch noch nicht ins Bett.
Unwiderstehliches Bum-Bum
lockt mich aufs Tanzparkett.

Berlin ist eine Party wert,
was auch geschehen mag.
Die Nacht verging so unbeschwert,
noch jung ist dieser Tag.

Die Morgensonne im Gesicht,
werd ich jetzt heimwärts ziehn.
Schreib dir noch dieses Dankgedicht,
du Partystadt Berlin.

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12. August 2014 2 12 /08 /August /2014 07:03

Du warst und bleibst der ewige Soldat.
Warst Landsknecht, hast die Bauern ausgeraubt,
gebrandschatzt, auch das Schänden war erlaubt,
Mord, Totschlag und so manche Missetat.

Als Landser lagst du in der kalten Nacht
im Schützengraben, taub vom Morphium,
da flogen die Granaten um dich rum
und haben dich zum Kriegskrüppel gemacht.

Warst du im Einsatz erst im Kosovo,
so dienst du heute in Afghanistan,
tust deine Pflicht auch in Koulikoro.

Vielleicht ist bald der Dritte Weltkrieg dran.
Soldat, du bist so dumm wie Bohnenstroh,
du gibst dein Leben für den Größenwahn.

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11. August 2014 1 11 /08 /August /2014 09:35

Ein Glas Rotwein für die Kehle,
eine Hostie für die Seele,
ein Stück Brot und ein Stück Brie,
eine schöne Melodie.

Einen Joint in aller Ruhe,
Kinderfotos aus der Truhe,
ein paar Bücher für den Geist.
Liebe, die dir Glück verheißt.

Süße Katzen, treue Hunde.
Einen Freund in schwerer Stunde,
der dich niemals je vergisst,
stets an deiner Seite ist.

All das möge Gott dir geben.
Viel mehr brauchst du nicht zum Leben,
brauchst kein Portemonnaie von Prada.
Y para la guerra: nada!

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17. Juli 2014 4 17 /07 /Juli /2014 08:03

Idioten gibt es hierzuland!
Man zweifelt manchmal am Verstand
des Volks der Dichter und der Denker.
Doch als die braune Brut im "Henker"

mit Schiss im Kopf den Arsch sich platt saß,
gab's einen Denkzettel! So kam das,
dass ohne Schutz und ohne Schirm
seitdem herum kriecht das Gewürm.

Verkenne, braunes Arschgesicht,
die Gegenwehr der Bürger nicht!
Verdufte schnell in deine Gruft,
verpest nicht die Berliner Luft!

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17. Juli 2014 4 17 /07 /Juli /2014 08:02

Einmal Juda, immer Juda
mit nem großen gelben Stern.
Trägst du heut auch ne Bermuda,
man erkennt dich schon von fern.

Einmal Zecke, immer Zecke
mit ner Nummer als Tattoo.
Halt dein Maul, Rotfront verrecke,
und der Nächste, der bist du!

Einmal Tucke, immer Tucke,
rosa, wie die Mädchen sind.
Wischst dir vom Gesicht die Spucke,
senkst die Wimpern tränenblind.

Einmal Nazi, immer Nazi,
eine Fahne schwarz-weiß-rot
schwingen Burschenschaft und Bazi
bis zum elendigen Tod.

Komm, Zigeuner, spiel ein Lied mir
mit der Fiedel in der Hand.
Darfst auch leben wie ein Kriechtier,
nur nicht hier in unserm Land.

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24. April 2014 4 24 /04 /April /2014 08:11

Heut verfass ich einen Reim
über unser Mädchenheim,
über Marion und mich,
ja, und Doro, über dich!

Ihr zwei Mädels aus dem Pott
wart stets aufgelegt zum Spott.
Oh, ich kenne noch genau
unsern Gruß: „Komm, alte Sau...“

Arbeitsdienst im Bügelsaal,
Naziweib, du kannst uns mal!
Hast umsonst uns angefaucht,
dass ne deutsche Frau nicht raucht.

Sonntagsgottesdienst, ein Muss,
bei Professor Hasenfuß.
Wer dagegen aufbegehrt,
wird im Waschraum eingesperrt.

Haben Mandrax aufbewahrt,
Pillen der besondren Art,
sonntags gingen wir spaziern,
krochen fast auf allen Viern.

Die Klamotten im Versteck
fand die Nonne, welch ein Schreck,
und vereitelt war die Flucht,
damals herrschte strenge Zucht.

Trotzdem haben wir gelacht,
haben es uns schön gemacht,
malten, tanzten, hörten Rock,
hatten auf das Leben Bock.

Ach, das ist schon lange her!
Heute wird das Herz mir schwer,
weil du nicht mehr bei uns bist.
Hast dich einfach so verpisst.

Liebe Seele, hast nun Ruh,
irgendwann komm ich dazu.
Fehlt nur noch die Marion,
doch die findet uns dann schon.

 

 

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1. Februar 2014 6 01 /02 /Februar /2014 14:44
Ich glaube, man nennt es auch Liebe,
doch sind der Antrieb unsre Triebe.
Jedenfalls hat es mich erwischt,
was mich wie’n Jungbrunnen erfrischt.

Er ist auf jeden Fall der Beste,
ich pfeife auf die armen Reste.
Er oder keiner soll es sein,
die Andern mögen mir verzeihn.

Er ist bildhübsch, ein kluges Köpfchen,
wie gern kredenzt’ ich ihm ein Tröpfchen
von nem Aphrodisiakum,
käme er nur mal zu mir rum.

Verdammt noch mal, ich bin so schüchtern.
Wenn ich ihn seh, bin ich nicht nüchtern,
erzähle irgendwelchen Scheiß.
Die hübschen Ladies nicht, ich weiß.

Will ohnehin ihn nicht bedrängen,
tät ich es, ließ er mich auch hängen.
Ich lieb ihn grad so, wie er ist.
Wär’s ihm egal, wär’s trotzdem Mist.

Sollte ich ihn mal überzeugen
oder mich jenen Sprüchen beugen,
die sagen, schöne Menschen sind
nur für einander da, mein Kind?

Ich lieb ihn doch mit Haut und Haaren!
Soll ich mich ihm nun offenbaren,
schmachte ich weiter bis ins Grab,
trau ich dem Misstraun, das ich hab?

Ich will nur ihn und keinen Andern!
Will lieber einsam weiter wandern
statt nur sein Lächeln stets zu sehn,
wenn Andre mit mir schwofen gehn.

Hey Freunde, drückt mir mal die Daumen!
Sehr süß sind sie, die reifen Pflaumen.
Der Frühling naht, ich bin bereit.
Er vielleicht auch zur rechten Zeit...

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1. Februar 2014 6 01 /02 /Februar /2014 14:43

I.


Plaisir d’amour währt nur ein paar Momente,
Chagrin d’amour ein ganzes Leben lang.
Weil ich das weiß, ist mir vorm Lieben bang,
drum wollte ich allein sein bis zur Rente.

Doch ist es bei dem Vorsatz nicht geblieben,
da ich den einz'gen goldnen Prinzen sah.
Er war so stolz und war mir trotzdem nah.
Hab viel verweinte Verse ihm geschrieben.

Er sei der Dulcineo meiner Träume!
Ich seh vor mir sein edles Angesicht
und wie verzaubert sind gleich alle Räume,

durchflutet von dem hellsten Sonnenlicht.
Und sind auch diese Träume letztlich Schäume,
den Ritter und den Dichter kümmert’s nicht.

II.

Den Ritter und den Dichter kümmert’s nicht,
zieht er auf seinem Klepper Rosinante
für Liebe, Ruhm und Ehre durch Lande,
wenn ihm der Pöbel den Verstand abspricht.

So zieh auch ich dahin, weil ich es muss.
Nennt man mich voller Mitleid einen Narren
und bindet mich auf einen Ochsenkarren,
entfliehe ich auf meinem Pegasus.

Die müde Mähre ward zum Feuerross,
die Kraft der Fantasie verlieh ihr Schwingen,
so galoppierten wir zum Wolkenschloss.

Hoch oben thron ich nun über den Dingen.
Im Wolkenkuckucksheim bin ich der Boss,
wo bunte Vögel Liebeslieder singen.

III.

Wo bunte Vögel Liebeslieder singen,
wo Mühlen klappern und ein Bächlein rauscht,
Pamina einer Zauberflöte lauscht,
da will ich nun mit ihm das Tanzbein schwingen.

Da will ich mich mit ihm im Kreise drehen
und flüstre schöne Worte ihm ins Ohr,
gewürzt mit einem guten Schuss Humor,
und will ihm zärtlich ihm in die Augen sehen

Da kenn ich keinen Kummer und kein Bangen,
kein Zweifel schleicht sich diebisch durch die Nacht,
kein Wenn und Aber hält mich mehr gefangen.

Da wird er abgeküsst und angelacht.
Ein Himmelreich, was kann man mehr verlangen?
Das habe ich mir einfach ausgedacht.

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16. Dezember 2013 1 16 /12 /Dezember /2013 18:16

Jeder Mensch kämpft seinen Kampf.
Bin ich müde, rauch ich Hanf.
Über vierzig Jahre schon
ist das meiner Mühe Lohn.

So ein Pfeifchen, das tut gut.
Wenn ich’s rauche, fließt kein Blut.
Nur des Harzes süßer Duft
steigt ganz friedlich in die Luft.

Und ganz leise, Schritt für Schritt,
wandert meine Seele mit
aus dem öden Alltagstrott
bis hinauf zum lieben Gott.

Gott, der unsre Schritte lenkt,
hat dies Pflänzlein uns geschenkt,
das uns Seelenfrieden gibt,
weil er alle Menschen liebt.

Drum verstößt das Hanfverbot
gegen göttliches Gebot.
Christen jeglicher Partei,
gebt das Hanf nun endlich frei!

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14. Dezember 2013 6 14 /12 /Dezember /2013 18:10

Damals war es sonnenklar, 
dass ich Papas Wunschkind war. 
Nach drei Söhnen (vielleicht mehr?) 
sollte eine Tochter her. 

Ich war Papas kleiner Schatz, 
ging mit ihm zum Fußballplatz. 
Mama raufte sich das Haar, 
wenn mein Kleid ganz schmutzig war. 

Und mit Dreizehn fand ich’s schön, 
wie ein Junge auszusehn, 
trug ne blaue Levis-Kluft, 
roch die frische Bikerluft. 

Bis ich mit nem Kerl rumhing, 
der mir an die Wäsche ging. 
Machte für ihn jederzeit 
nunmehr meine Beine breit. 

Fand nen Job dann im Büro, 
doch ich war nicht richtig froh, 
denn gering war mein Gehalt. 
Bin ne Frau, so ist das halt. 

Aber meinen Intellekt 
hab ich trotzdem nicht versteckt. 
Ja, ich denk, ich weiß Bescheid, 
trag ich auch ein Minikleid. 

Klagen will ich heut nicht mehr, 
denn genießen tu ich’s sehr, 
wenn die Männerwelt mich liebt 
und mir ein paar Drinks ausgibt. 

Kann alleine rumspaziern, 
ganze Nächte diskutiern. 
Freiheit ist der süße Lohn 
unsrer Emanzipation. 

Bin kein King, bin keine Queen, 
auch nicht wirklich in between, 
don’t identify at all. 
Ich bin ich, wie wundervoll!

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12. Dezember 2013 4 12 /12 /Dezember /2013 17:46

Es wird perfekt, das neue Jahr,
viel besser als das alte war.
Es bringt das Tacheles zurück
und mir das große Liebesglück.

Er macht viel Spaß, der neue Job.
Mein Gras kauf ich im Coffee-Shop.
Kein Pony läuft im Kreis herum
und schuftet sich den Buckel krumm.

Freundlich und friedlich ist die Welt,
denn alle pfeifen auf das Geld.
Der dümmste Fascho wird noch klug
und auch zu essen gibt’s genug.

Du glaubst, ich wär ne Träumerin?
Dann sieh doch mal genauer hin:
Unter dem Pflaster liegt der Strand.
Reiß ein paar Steine aus dem Sand!

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24. Juli 2013 3 24 /07 /Juli /2013 07:34



Es herrschten Unrecht und Gewalt
in Bagdad und Afghanistan.
Dein edles Herz ließ das nicht kalt,
du klagtest die Verbrecher an.

Es ist bekannt in jedem Land,
dass der Soldat ein Mörder ist.
Du hast die Fakten klar benannt,
vorbei wars mit der Hinterlist.

Die Wahrheit brachtest du ans Licht.
Sie folterten dich manche Nacht.
Sie stellten dich vors Kriegsgericht
und sperrten dich in Einzelhaft.

Verbietet man dir auch Mund,
und reißt dir fast die Zunge raus,
wir fordern Gnade Stund um Stund,
dann kommst du vielleicht bald nach Haus.

Dass du demnächst in Freiheit bist
und dich ein hübscher Kavalier
auf deine sanften Lippen küsst,
das, liebe Chelsea, wünsch ich dir.

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11. Juli 2013 4 11 /07 /Juli /2013 10:52


Ich bin frei und atme auf,
lass dem Leben seinen Lauf.
In das dunkle Jammertal
drang mit Macht ein Sonnenstrahl.

Freundlich lacht der neue Tag.
Was er mir auch bringen mag,
seh ich nun mit Zuversicht.
Etwas Böses ist es nicht!

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4. Juli 2013 4 04 /07 /Juli /2013 07:39



Der Tag verglüht in Sommerhitze,
die Sonne scheint mir auf den Bauch.
Ich spüre keinen leisen Hauch.
wenn ich auf dem Balkon hier sitze.

Ich spucke die Melonenkerne
dem Wirt vom Voland auf den Kopf.
Verstummt sind Spatz und Wiedehopf,
nur Autos brausen in der Ferne.

Oh Petrus, schick uns ein paar Blitze!
Doch wenn der Donner faucht und grollt,
ruf ich: Das hab ich nicht gewollt!
Und sehne mich nach Sommerhitze.

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2. Juli 2013 2 02 /07 /Juli /2013 08:44


Man weiß, dass der Mensch von den Affen abstammt,
und drum hat man uns in das Tierreich verdammt.
Es heißt, weil im Tier eine Bestie lebt,
sei's völlig unmöglich, dass der Mensch sich erhebt.

Und übte der Mensch seinen aufrechten Gang,
dann zog ihm die Ohren der Folterknecht lang.
Doch hat er wie die Jagdhunde Blut geleckt,
dann wurde ihm feierlich ein Orden angesteckt.

Es lebt in uns weiter unsre tierische Natur.
Ganz ohne Begehren, wo wären wir da nur?
Doch geleitet von unserem Menschenverstand
lässt vieles sich schaffen mit eigener Hand.

Vielleicht sind die Tiere ja klüger als wir,
zum Affen sich machen, das macht doch kein Tier.
Sie essen und ziehen die Kinderschar auf
und lassen der ewigen Welt ihren Lauf.

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6. Mai 2013 1 06 /05 /Mai /2013 12:31

Wie gerne wollte ich Sonette dichten,
gewebt aus Worten, warm wie Sonnenstrahlen,
aus Silben, reinlich eingegrenzt in Zahlen,
umarmend reimend Weises euch berichten.

Zermartere das Hirn mir, doch mitnichten
folgt mein Gedankengang den Idealen,
schreib mir die Finger blutig, leide Qualen
und schmeiß in den Papierkorb die Geschichten.

Des Nachts wälz ich mich hin und her im Bette,
das Herz schlägt bis zum Hals in meinem Busen,
ach, wenn ich doch nur Eingebungen hätte!

Ich wünsche mir so sehr, dass man mich rette,
da küssen plötzlich mich im Traum drei Musen,
und morgen früh schreib ich euch drei Sonette! 

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6. Mai 2013 1 06 /05 /Mai /2013 12:21

Neunzehnhundertachtundsechzig
fand in Mexico Ciudad
feierlich, pompös und prächtig
die Olympiade statt.

Damals gab es für Millionen
Hungerlöhne, keine Renten.
Es kam zu Protestaktionen
mexikanischer Studenten.

Presidente Ordaz fragte,
was zu tun sei in der Not,
worauf Uncle Sam ihm sagte:
"Schlag die Ratten einfach tot!"

Und mit Panzern und Gewehren
nahten fünfzehntausend Mann,
um den Unrat fortzukehren,
und das Massaker begann.

An dem Platz der Drei Kulturen
klebt noch der Studenten Blut.
Folg ich heute ihren Spuren,
zieh ich traurig meinen Hut.

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3. Mai 2013 5 03 /05 /Mai /2013 11:41

Ich ging zu nem Geburtstagsfeste,
dort waren eine Menge Gäste.
Unser Freund Thomas wurde dreißig,
das feierten wir froh und fleißig.

Die Korken knallten, Gläser klangen,
die Gäste tanzten, spielten, sangen,
auch ich las ein paar Verslein vor,
Musik drang lautstark an das Ohr.

Da klingelt es - verdammter Mist!
Zur Tür rein tritt ein Polizist,
der sagt sein Sprüchlein altbewährt:
Die Nachbarn hätten sich beschwert,

wir sollten bitte leiser sein!
Ein Spielverderber – wie gemein!
Sein sanft geschwungner hübscher Mund
tut uns die bittre Wahrheit kund.

Die Gäste schweigen ganz betreten,
ich fange heimlich an zu beten.
Wunder geschehn! Ohne ein Wort
wirft er nun seine Mütze fort,

knöpft seine Jacke auf im Nu,
steht vor uns ohne Strümpf und Schuh,
lässt Beine kreisen, Muskeln spielen -
wie gerne wär ich ihm zu Willen!

Da löst er seine Gürtelschnalle -
ich sitze längst schon in der Falle -
wirft ab den Slip, das dumme Ding,
steht vor dem Publikum im String,

streift den auch ab, ist nackt und bloß,
setzt sich dem Thomas auf den Schoß,
liebkost ihn und macht sonst noch was.
Vor Neid werd ich ganz grün und blass.

Sitz still und einsam in der Ecke,
läg doch so gern unter der Decke,
ganz atemlos und eng verschlungen
mit diesem wunderschönen Jungen.

Wunder geschehen in Sekunden
und sind genauso schnell verschwunden.
Er kam und ging – war es ein Traum?
Wie öd und leer ist jetzt der Raum! 

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3. Mai 2013 5 03 /05 /Mai /2013 11:38

Ach, ich bin des Kämpfens müde,
sah nur Elend auf der Welt.
Doch wie sehr ich mich auch mühte,
immer noch regiert das Geld.

Immer weiter geht das Schlachten,
bis zum Himmel spritzt das Blut.
Gut, was Weise einst erdachten,
doch der Mensch, er ist nicht gut.

Finde Frieden und auch Ruhe
endlich in der Wohnung hier.
Stelle meine Straßenschuhe
in das kätzische Revier.

Streichle, spiele, reiche Futter, 
ruh mich aus und sammle Kraft.
Mutig geht die Katzenmutter
dann erneut auf Wanderschaft.

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1. Mai 2013 3 01 /05 /Mai /2013 15:20


Einst schon an der Mutterbrust
hab ich Alkohol probiert.
Mutter hat sich nicht geniert,
fort zu trinken ihren Frust.

Hab Geborgenheit gesucht
bei den Jungen in der Stadt,
liebeshungrig, nimmersatt,
auf der Suche, auf der Flucht.

Später wurd ich dann solid,
hatt nen Freund, nen guten Job,
sang auch mal, mit Bier im Kopp,
lustig mit beim Trinkerlied.

Bis ich meine Liebe traf.
Ein verhängnisvoller Tag.
Liebster, warum trinkst du, sag?
Trank mich mit ihm in den Schlaf.

Morgens sind wir aufgewacht,
traurig und die Köpfe schwer,
tranken schnell den Wodka leer,
soffen weiter bis zur Nacht.

Liebeslust und Heiterkeit,
Seifenblasen platzten schnell.
Unsre Treffen generell
endeten in Zank und Streit.

Saß und harrte sorgenvoll
auf den Anruf, der nicht kam.
Trank allein nun voller Gram.
Grauer, trister Tag in Moll.

Dann verlor ich die Geduld,
warf ihm sein Verhalten vor,
bis ich ihn dann ganz verlor,
denn er gab nur mir die Schuld.

So, nun ist mein Liebster frei,
zecht mit Bruder Alkohol.
Ohne mich, und mir tut’s wohl.
Tschüss, ihr seid mir einerlei!

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22. April 2013 1 22 /04 /April /2013 06:04


Wenn ich so durch mein Viertel geh,
dann tun mir meine Augen weh.
Ich laufe kreuz und laufe quer
und ich erkenne es nicht mehr.

Der Hip-Hop-Laden ist jetzt zu,
die Herbstlaub’ hat bald ihre Ruh.
Kein Bettler singt mehr voller Hohn
ein Spottlied zum Akkordeon.

Kein Dichter, der einst subversiv
das Volk zum Klassenkampf aufrief,
kein Trinker auf dem Helmholtzplatz,
kein Hausbesetzer macht Rabatz.

Die Kirche von Gethsemane
verbirgt ein Wohnhaus weiß wie Schnee,
die Nachbarn aus dem Schwabenland
sind gut betucht und unbekannt.

Statt der verbotnen Live-Musik
tobt vor dem Haus ein Spätzlekrieg.
Ein freches Gör brüllt wie am Spieß,
dem man nicht seinen Willen ließ.

Kein Einsatz für die Feuerwehr,
auch kein Fabrikarbeiterheer.
Das große Gähnen macht sich breit
in dieser schönen neuen Zeit.

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21. April 2013 7 21 /04 /April /2013 12:05

 

Schon als zarter Knabe hold

hab ich eines nur gewollt:

Reichster Mann auf Erden sein!

Ließ mich aufs Gewinnspiel ein

um das viele schöne Geld

auf der großen weiten Welt.

 

Idealer Lebenszweck:

Borstenvieh und Schweinespeck,

Münzen, Noten, Wertpapier,

zum Befriedigen der Gier

eine große Knechteschar

und ein Hofstaat wie ein Zar.

 

Nur der Mensch bringt mir nicht viel

in dem Maximierungsspiel.

Er ist faul und kostet Geld,

hier wie in der Dritten Welt.

Ich ersparte mir den Lohn,

hätt ich endlich einen Klon.

 

Klar, der Mensch ist Konsument,

wie man Dümmeres nicht kennt.

Ich verkauf ihm Scheiß für Gold,

schließlich hat er's so gewollt,

Weiber, Wein und Comedy,

Massenvieh fürs Massenvieh.

 

Doch ist manches Exemplar

leider nicht berechenbar.

Mag der Mensch auch träge sein,

fängt er doch mal an zu schrein.

Michel wurde Demokrat,

Meinhof schritt zum Attentat.


 

Zeit wird's, dass die Wissenschaft

mir den Roboter erschafft,

der aus Fleisch und Blut besteht,

kaufen, saufen, raufen geht

und der fraglos und beglückt

auf die roten Knöpfe drückt.

 

Denn für jede Superdrohn

gibt's für mich nen Extralohn.

Könnt es so nicht immer sein?

Bringt mir einen Antrag ein

morgen früh ins Parlament,

wenn noch das Gewissen pennt!

 

Nun flink das Teufelszeug gebaut

aus blankem Stahl und brauner Haut!

Die Masse fertigt im Akkord

die Güter für den Massenmord

und brüllt dazu Victoria

vom Belt bis Südwestafrika.

 

Und bald hab ich es geschafft,

hab genug zusammgerafft,

sag der Masse Mensch Ade,

hinterlass ihr fürs Souper

einen kahlen Erdenball

 

und entfleuch ins Weltenall.

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13. April 2013 6 13 /04 /April /2013 17:06

Für Marleen und Lena


Am Karneval der Vielfalt der Kulturen
da haben sich die beiden einst gesehen
und unversehens war’s um sie geschehen,
um diese wunderhübschen Kreaturen.

Sie wollten ihren Weg gemeinsam gehen.
Wir finden auf dem Pflaster ihre Spuren
nach Parties, Demos und von Wandertouren.
Sie scheinen sich ganz prima zu verstehen.

Für mich ist klar: Es wird ihnen gelingen,
sich ein Familienleben aufzubauen.
Sie werden alle Hürden leicht bezwingen,

weil sie sich lieben, achten und vertrauen.
Bald hören wir ein Kinderlachen klingen
und können ruhig in die Zukunft schauen.

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