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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100,
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  • Lyrik-Veröffentlichungen "worträume" allein, "Mit Blindenhund durchs Liebesland" zusammen mit Ricardo Riedlinger und Volker Brauer und als einer von 10 Autoren aus Israel, Österreich und Deutschland: 10 X 10 = 100, Prosa: "Planet der Pondos" (Rom

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Lesungen

6. März 2016 7 06 /03 /März /2016 10:39

Sebastian Deya: Verhinzte Lösung

-

Das Hinz halt so am Sofa hockt,

sich selber hasst, säuft und bockt,

das macht mich manchmal froh.

Denn anders ist es Ruckzuck so,

wenn er spricht, man hört ihm zu...

dann geht er in die CSU,

um ungeschickt und grob,

so zu tun als ob...

doch Hinz bleibt Hinz, Freibierbraun

baut er vor neue Ufer einen Zaun..

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10. Dezember 2015 4 10 /12 /Dezember /2015 17:21

Sebastian Deya: unverkopft

.

Wenn dein Wort geschrieben steht
und du musstest es nie suchen,
wenn es auf die Reise geht,
ohne vorher was zu buchen,

dann legst du man hier und heut
manchmal Infusionen,
von hier und heut, durch Lärm und Leut,
will das Wort sich nicht bloß lohnen;

wenn das Herz es bringt,
um etwas zu gestalten,
wenn’s dem Hirn gelingt,
mal das Maul zu halten.

Wenn du was zu sagen hast,
reicht es meist zu warten!
Mache einfach eine Rast
und öffnet sich der Garten,

bemüh nicht bloß die Hand!
Die nimmt es nur genauer!
Aus dem Bauch ist der Verstand
tatsächlich manchmal auch ein Schlauer!

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3. Dezember 2015 4 03 /12 /Dezember /2015 16:07

Sebastian Deya: zu deutsch, um wahr zu sein

-

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer erfände Norm um Norm,
wer würde Bänder schmier’n und fetten,
was würde aus der Uniform,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer machte seine Kinder krank
und gäb zur Heilung dann Tabletten,
was würde aus dem Waffenschrank,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
dann hätten wir den Salat,
es gäbe in Kasernen anstatt Hochbetten
wohl dreizimmerküchebad,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer schmiedete Haubizenstahl,
wer hätte wohl noch die kompletten
Lindenstraßenfolgen im Regal,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
hätten wir zu weiß noch schwarz,
wer würd sich Scheitel zieh’n und glätten,
fluchte auf‘s Kanacken-Hartz,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer guckte noch Günther Jauch,
wer würd besoffen noch nach Malle jetten,
wer hätte Feinrip über’m Bauch,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer brächte was auf Vordermann,
wem hingen beim Schaffen wie Kletten
die Fliegen stets am Hintern dran,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
wer trimmte dieses Griechenland,
wer würd den Europäern Euros retten,
gäbe Freiheit weg als Unterpfand,

ja, wenn wir nicht den Deutschen hätten,
speziell sein braunes Rumgekübel –
wären Land und Schaft, würd ich wetten
tatsächlich hier nicht mal so übel.

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30. November 2015 1 30 /11 /November /2015 08:04

Sebastian Deya: dort liegt es nun

-

Dort liegt es nun das Wort,
begraben unter Dröhnen.
Überall, und trotzdem fort,
nach waschen, schneiden, föhnen.

Dort liegt es nun und zeigt,
auf der Strecke geblieben,
was man still und leis verschweigt,
beim Versuch, sich laut zu lieben.

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12. November 2015 4 12 /11 /November /2015 09:53

kapitalistische dämlichkeit in reinunkultur. oder, in einem wort: fracking (2)

.

Fracking bedeutet doch
nichts anderes, als
die Erde zu zerstören,
um etwas billiger
kriegen zu können,
das sich verknappenderweise
immer weiter verteuert,
obwohl man bereits weiß,
wie man das,
was man daraus
erzeugt
unendlicherweise
umsonst haben kann.
Ohne irgend etwas
zu zerstören.

Und nötig ist es, weil

es heutzutage nunmal
auf der Welt nichts mehr
geschenkt gibt?

Dann würde ich
fast glauben wollen,
die Lösung
ist tatsächlich
eigentlich
einfach.
UMSONST.

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11. November 2015 3 11 /11 /November /2015 09:50

uno memento (6)

.

Der Verlauf von Bangen und Hoffen,
ob man sich liebt oder bekriegt,
liegt auf einem Nerv. Wird er getroffen,
wo er schmerzempfindlich offen liegt,

so wird aus Hoffen ganz leicht Bangen.
Doch: Wenn man auf die Liebe baut,
so wird daraus wieder Verlangen,
geht man tief bis unter die Haut

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9. November 2015 1 09 /11 /November /2015 09:46

Sebastian Deya: uno memento (7)

.

Warum müssen wir uns missverstehen?
Meine Hand wünscht sich bloß,
du wirst weit an ihrer Seite gehen,
wir steh’n auf. Du lässt nicht los.

Kannst du’s denn nicht selber hören?
Wie mein Ohr vor Freude springt,
wenn deine Lippen Worte schwören
und es mir nach Liebe klingt?

Warum müssen wir im Kreis uns drehen?
Siehst du, wie’s mich zu dir zieht?
Wie gern sehe ich dich vor mir stehen,
wenn mein Auge zu dir sieht.

Kannst du’s denn nicht selber fühlen?
Wie warm es um uns plötzlich wird,
wenn sanft die Wellen uns umspülen,
wenn mein Herz dich lieben spürt?

Warum müssen wir uns missverstehen?
Mein Kopf, er fragt: Verstehst du mich?
Doch kannst du’s vor dir stehen sehen!
Mein Herz, es sagt: Ich liebe dich!

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2. November 2015 1 02 /11 /November /2015 06:19

Sebastian Deya: der richtige fingerzeig (der herren varoufakis und tsipras)

.

Warum könnt ihr DEN nicht übergehen?
Wenn ER euch den Finger zeigt?
Ihr könnt doch auch den übersehen,
der’s bloß denkt und dazu schweigt.

Ja: Lügen, Heucheln und Verdrehen,
sie führen hier zu Resignation,
und banges Warten und Volkes Flehen
bestätigen euch. Der blanke Hohn!

Ganz ehrlich: Ich kann ihn verstehen!
Denn wahre Freiheit, die ist nur,
wo Daumen sich nach unten drehen
und dieser Finger kommt Retour.

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31. Oktober 2015 6 31 /10 /Oktober /2015 07:06

Sebastian Deya: wie leicht

-

Wie leicht sagt sich “das las ich gern”,
wie leicht es sich “gefällt mir” klickt,
vielleicht bleibt man sich gerne fern,
wenn Schwere sich so leicht vertickt.

Wie leicht man es sich zu leicht macht,
wie leicht will man doch schnell zu viel,
wie leicht sich’s über andre lacht,
vielleicht wird man so schnell subtil.

Wie leicht folgt man doch Neid und Zorn,
wie leicht scheint Falsches richtig,
vielleicht wird heut der Platz ganz vorn
viel zu leicht zu wichtig.

Wie leicht klatscht man zu laut Applaus,
ist Applaus vielleicht das eigne Ziel,
wie leicht kommt man schwer aus sich heraus,
wird bittrer Ernst aus falschem Spiel,

wie leicht verliert das Wort den Sinn,
wie oft hört man es selber nicht,
wie leicht schreibt es sich weiter hin,
wie leicht verliert sich das Gesicht.

Wenn die schwere Zunge heiter singt,
geht’s ganz leicht von selbst zu weit,
wenn man schwer nach andern klingt,
braucht es vielleicht Leichtigkeit,

vielleicht wird viel zu viel ver-ziert,
vielleicht verzerrt uns das die Sicht,
wie leicht werden Worte nicht kapiert,
geht man mit ihnen ins Gericht –

vielleicht werden geistreich kommentiert
erst Worte wirklich zum Gedicht.
Vielleicht ist nur das Wort, das inspiriert,
eines, das auch wirklich spricht.

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24. Oktober 2015 6 24 /10 /Oktober /2015 07:46

Sebastian Deya: von altbekannten reisen in unbekannte welten

.

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20. Oktober 2015 2 20 /10 /Oktober /2015 09:42

Sebastian Deya: alles schonmal da gewesen

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18. Oktober 2015 7 18 /10 /Oktober /2015 08:19

Sebastian Deya: Komm! Lass uns gehen!

.

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11. Oktober 2015 7 11 /10 /Oktober /2015 08:18

Sebastian Deya: eier! wir brauchen eier! (frei nach olli kahn)

.

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5. Oktober 2015 1 05 /10 /Oktober /2015 10:13

Sebastian Deya: feierabend!

.

 

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29. September 2015 2 29 /09 /September /2015 17:39

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27. September 2015 7 27 /09 /September /2015 08:03

Sebastian Deya: überwuchert

.

Wachsen Worte auf Hintergedanken,
statt aus kreativem Trieb,
dann werden sie eng den Sinn umranken,
als hätten sie ihn furchtbar lieb.

.

So kann man vielleicht logisch klingen,
doch verstanden werden? Nein!
So kann die Absicht uns anspringen,
rammeln dann am Weg das Bein,

.

so kann man sich dran aufschwingen,
doch führen nicht zum Glück,
so können Worte nicht weit bringen,
von dir aus nur zu dir zurück,

.

so kann man nicht sehr weit sehen,
nur bis zum eignen Tellerrand,
so können sie sich um sich selbst drehen,
rund um deinen Punkt und Stand.

.

Deshalb warte ich allein mit meiner
Wortidee auf unsre Zeit,
kommt sie nicht? Kommt halt keiner!
Doch wir machen uns bereit!

.

Bald wird der letzte Vorhang fallen,
bald sind die roten Rosen aus,
bald schallt das Wort, das sich vor allem
verneigen will – außer Applaus

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25. September 2015 5 25 /09 /September /2015 06:24

Sebastian Deya: falsch informiert

.

Die Schule findet die Talente,
fast keins wird nicht zerstört –
einbetoniert in Fundamente
schlägt man Wurzeln ungehört.

Gute Worte sind die halbleeren,
doch ihr Tod ist das Wörterbuch,
weil Definitionen sie beschweren,
flüstert’s unter’m Leichentuch.

Und auch geballtes Wikiwissen
ist nichts, was lange bleibt,
denn drin bleibt nur beschissen,
was man ohne Grund hin schreibt.

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23. September 2015 3 23 /09 /September /2015 07:12

Sebastian Deya: könig alex voll von pfosten der 1. (und das letzte)

.

Es war einmal ein Blaublutbaron,
von Kopf bis Fuße hässlich
regierte er von seinem Thron
nur brutal und grässlich.

.

Gesaugt durch einen Schlauch,
lief das Mark vom Erdenkuchen
direkt in seinen fetten Bauch,
wonach die Menschen seither suchen.

.

Und Lawinen hat er los getreten
und was fühlte er sich prächtig!
Wenn sie frierend war’n am Beten,
ja dann, ja dann, da war er mächtig!

.

Bis bei Nacht im Menschenwimmern
unter’m vollen Mond,
ein Gerücht aufkam, das in den Zimmern
gleicher Eier nun ein andres wohnt.

.

Es sollte sich aus Lebensketten,
weil es geboren wurde frei,
sprengen und suchen, was sie hätten
wären diese Fesseln entzwei.

.

Da sprang der Fürst in die Rüstung
und steckte fest! Die dicke Sau!
So schrie er eben von der Brüstung,
ja… äh.. töten… so!…so!… genau!…

.

Was quälten sie das arme Kind!
Da verließ den Adel das Niveau,
er kramte vor sein Szepter geschwind,
doch: Keine Seele? Keine Libido!

.

War’s halt nichts mit Onanie!
Das Kind, bewaffnet mit nem Knüppel,
das erfeute ihn genug, und wie,
wenn’s davon schlich, wie ein Krüppel

.

und wieder kam es dann als Narr.
Sie spotteten, spuckten, lachten,
strahlend stand wer gottgleich da
und dachte sich, wie toll sie’s machten.

.

Eines Tages kam der Jung als Ritter,
nie verließ ihn je der Mut,
im Auftrag fern geliebter Dritter
verlor er dabei so viel Blut,

.

da nahm der König ihn zur Hand
und versuchte ihn nochmal zu reiben!
Doch kalt wie vor ihm diese Wand,
musste er halt schlaff bleiben.

.

Nacht.„Ans Fenster? Ein Gewitter!“
Oben ohne und in Jogginghose,
erschien ihm ein Gedankensplitter
und es kroch der grandiose

.

König in sein Bett.
Mit den Beinen angewinkelt,
dacht er im Himmlbett, er hätt,
sich vor Angst glatt eingepinkelt.

.

Er schickte einen armen Tor,
der sein Dieneräffchen auch,
zum Türbewachen einfach vor,
in die Schnauze! In den Bauch!

.

Zack! Und weg vom Fenster!
Gegen das Schwert der Garnison
und allerhand Gespenster,
gegen Spott und blanken Hohn,

.

runter! Rauf! Rauf! Runter!
Vom Fuße an der Treppen!
Einmal schrie er noch laut munter:
„Ich werde mich zu dir schleppen“,

.

bis plötzlich das Bild verschwommen.
Der fette Herrscher grinste dämlich.
Der Junge, der war umgekommen!
Das wusst er! Klar! Und nämlich!

.

Wie stolz er da vor ihm stand,
die Brust, sie wollt nur raus gehen,
plötzlich sah er in der toten Hand
auf einem Zettel „Arschloch!“ stehen:

.

„Könnte Hässlichkeit nur schnell rennen,
dein Arsch, er schafft es nicht,
vom Startplatz aus je los zu rennen,
während dein Face Rekorde bricht!“

.

Aus dem Sarg ertönt ein Lachen
und das fette, alte Wrack
sah man durch’s Seeleneise krachen.
Er sank dahin wie’n nasser Sack.

.

So ging der junge Mann, fast neu geboren,
vorbei an erblassten, finstren Minen
und dacht: Naja! Vielleicht verloren!
.Doch noch immer fett am grienen!

.

.

(Orthografie original)

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21. September 2015 1 21 /09 /September /2015 15:32

Sebastian Deya: trotz allem

.

Dieses Eine unter 1000 Gefühlen,
das nicht verebbt im Kühlen,
diesen Einen unter 1000 Küssen,
den wir wirklich haben müssen,
diese Eine unter 1000 Frauen,
der wir dann doch vertrauen,
diesen Einen unter 1000 Männern,
trotz den ganzen Machopennern,
dieses Eine unter 1000 Leben,
dessen Sinn wir noch erheben,
diese Zwei unter 1000 Händen,
die garniert mit schönen Lenden,
diesen Einen unter 1000 Wegen,
der nicht endet bloß im Regen,
dieses Einmal unter 1000 finden,
unter Hunderten die schwinden,
ist die Kunst durch’s Leben zu gehen:
Trotz allem nichts zu übersehen.

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19. September 2015 6 19 /09 /September /2015 08:52

Sebastian Deya: soul survivor

.

Fühlt man die dürre Erde beben,
hört man sie wütend schnaufen,
ist man so frei sich hin zu geben,
anstatt einfach weg zu laufen

oder sich bei ihnen einzureihen,
weil man von innen sicher spürt,
man könnte es sich nicht verzeihen,
wohin die Raserei uns führt,

dann siehst du das Unheil kommen
unter einer Wolke tobend Staub,
dann macht die Angst dich benommen –
schließ die Augen! Stell dich taub!

Es wirft dich alsbald in den Dreck
und du liegst schutzlos da,
fegt man dann über dich hin weg,
wird dir aber so auch bald klar:

Egal, wie’s kommt, es liegt bei dir,
denn du kannst kämpfend strampeln;
der Mensch, er ist kein Herdentier,
er kann bloß vorwärts trampeln!

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17. September 2015 4 17 /09 /September /2015 06:37

Sebastian Deya: and still I smile

.

Langsam wird es
still
um den Tag,
als ginge ihm
in dem sichtlich viel
zu engen Kleid, in das
er sich nach
und nach
zwängte,
die Puste nun
endgültig aus.

Ich spüre den Wind
nach der lauten Ruhe
vor dem Sturm,
der meine Spuren,
die sich im Sand
bis hierher verliefen,
langsam verweht.
Ich höre den Verkehr
wie er in der Nacht
verschwindet, nur zwei
einsame Lichter
werden mich wohl noch
passieren, nach denen
ich mich nicht mehr
wenden werde, bis
mit ihnen dann
der letzte Zug
abgefahren
sein wird,
auf den ich
lange schon nicht mehr
aufspringen will.

Wie lange sitze ich
hier schon regungslos,
während ich in Albträumen
erwachte, die tief begraben liegen
unter dem Beton der Gossen
auf denen sie spielten,
während ich meine Träume
klopfen ließ an Cheftüren
oberhalb von Wolkenkratzern,
während ich alleine hier saß,
unterhalb von mächtigen Türmen,
deren Scheinwerferlicht mich
längst erfasste.

Doch blicke ich nach
vorne, dann grinse ich
in die blauen Augen,
die ich knapp unterhalb
der gespiegelten Glutröte
sinkender Sonne auf der
Oberfläche des Flusses
vermute.

Und ich schließe
die Lider
und ich genieße den
Untergang,
weil ich genau hier spüre,
irgendwo fern seid ihr
Schulter an Schulter.
Träne in Träne.
Herz an Herz.
Schlag für Schlag.
Saite an Seite,
bis wir uns gemeinsam
einen Aufgang in den
neuen Morgen
erträumten.

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6. September 2015 7 06 /09 /September /2015 18:59

Sebastian Deya: wann endlich reicht es?

.

Geld macht die Reichen reich,
Geld macht die Birne weich,
Geld, es ist des Reichen Charme,
Geld, es macht die Armen arm.
Geld macht die Schwachen kalt und hart,
Geld macht die Starken kalt und zart,
Geld macht Sinn für die Gewinne-Spinner.
Geld macht Vollpfosten zum Gewinner

und weil die Verlierer so Gewinner sind,
sind nur Verlierer hier nicht komplett blind.
Wer ohne Geld verloren an den Rändern,
der erkennt: die Welt, sie muss sich ändern!
Es entlarvte die Nuirdankgeldgewinnerspinner,
enpuppten sich hier endlich echte Gewinner.

Doch es reichen keine bunten Schildchen,
und es reichen keine grellen Bildchen,
und es reichen nicht geplagte Worte,
und es reicht nicht die bekannte Sorte.
Bis auf dich, Verlierer. Ist alles bekannt!
Nur deine Wahrheit. Sie ist ungenannt.

Ihr alle klagt,
ihr alle sagt,
von andren Orten,
in andren Worten,
vom Bettler bis zum König, vom Sklaven bis zum Scheichen:
Schuld sind die Dummen. Verantwortlich die Reichen.

Verlust, Verlierer, machte Sinn!
Nähmst du, Verlierer, ihn nicht hin!
Würdest du nicht wie die Spinner,
im falschen Spiel dich wünschen zum Geldgewinner,
sagtest du zu Verlierern wie mir:
diese Welt gehört uns. „Uns! Und: Wir!“,
dann müssten wir nicht wie die Deppen
auf’s Bahnhofsklo die Scheiße schleppen –
denn regierte das Geld nur König und Scheiche,
machte Armut am Ende aus armen noch reiche.

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4. September 2015 5 04 /09 /September /2015 07:28

Sebastian Deya: was gibt es schöneres?

.

Was gibt es schöneres
als einen traum
so voller gefühl
das er sich durch das grau
aller gedanken
die auf uns lasten
sprengt
was gibt es schöneres
als einen traum
so voller leben
das er wie von alleine
einen weg findet
durch die realität
die ihn umrankt
was gibt es schöneres
als einen traum
so voller kraft
das er sich selbst
erhebt
durch worte und taten
die er selbst
initiiert
was gibt es hässlicheres
als ein leben
so voller dornen
das all die träume
an ihnen zerplatzen
wie seifenblasen
bis von ihnen nichts bleibt
außer einer vernunft
die einem erklärt
besser ist es
keine träume
zu haben

wie leicht sagt sich
alles wird gut
dahin
ohne hoffnung
die man noch
zu verlieren
hätte
ich kann nicht sagen
alles wird gut
nur daran glauben
das alles seinen
sinn gehabt haben wird
wenn ich weiter
meinen traum
vom traum
träume
in dem ich
irgendwann einschlafe
ohne letztendlich
aufzuschrecken

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2. September 2015 3 02 /09 /September /2015 10:11

Sebastian Deya: am bahnsteig

.

Als sich die ersten Blicke fanden,
wo unsre kurze Zeit begann,
als wir so am Bahnhof standen,
was fing nicht alles dort mit an:

Gebrülle, Fetzen, lautes Schreien,
Niedertracht, Gehässigkeit,
Kämpfen, Glauben und Verzeihen,
Wunderschönes, gute Zeit,

Angst und Bangen, Seitenhiebe,
Hässliches und große Wut,
Zärtlichkeit und große Liebe,
Hoffnung, Wille, großer Mut.

Ein auf und ab und stetes Wenden,
wir haben uns so tief gespürt,
heute nun, da wird’s wohl enden,
bis hierher hat’s uns geführt,

denn nun ist er wohl abgefahren,
der letzte Zug, er ist nun fort.
Wo gestern einmal Träume waren,
bleibt nur noch ein stiller Ort,

doch durch die Scheibe will ich winken,
passiere ich ihn innerlich –
werde ich dich sehen und versinken,
zieht vorbei “ich liebe dich!”.

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31. August 2015 1 31 /08 /August /2015 17:10

Sebastian Deya: mit hingabe (aus liebe zum leben)

.

Was nur wahre Liebe schafft?
Wenn man nicht mit der Zeit
bloß hortet und zusammen rafft:
Einen Augenblick von Ewigkeit!

Nimm Momente, halt sie fest,
und gib sie dann zurück,
gabst du ihnen selbst den Rest!
So wird aus kleinem großes Glück!

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